Uti und Frank Thieme: ein eingespieltes Team bei der IDM der Korsaren


Während der 81. Warnemünder Woche wird neben anderen spannenden Wettkämpfen mit insgesamt über 1800 Seglern aus 33 Nationen auch die Internationale Meisterschaft der Korsaren ausgetragen. Bisher konnten die 86 Segler nur zwei Wettfahrten abschließen, denn eine Flaute verhinderte heute den planmäßigen Start.

Uti und Frank Thieme vom Berliner Yacht-Club e.v. sind eingeübte Segler, die mit ihrer jahrelangen Erfahrung in verschiedenen Bootsklassen jährlich durch ganz Deutschland und Europa touren, um bei diversen Wettkämpfen um den Titel zu ringen. „15 Regatten haben wir in einem Jahr. Für das Segeln gehen ungefähr 80 Prozent unseres Urlaubs drauf, aber solange wir erholt zurückkommen, passt das,“ erzählt Frank Thieme.

Seit 2007 segelt das Ehepaar als festes Team zusammen, doch kennengelernt haben sie sich schon 1994, auch beim Segeln. „Da variieren die Stories aber ein bisschen,“ gibt Uti Thieme mit einem Schmunzeln zu. Der Einstieg in die Klasse der Korsaren erfolgte aber nicht sofort. Erst segelte das Paar, meistens noch getrennt voneinander, bei den 470er Jollen und der Drachenklasse. Frank Thieme entdeckte als Erster die weitreichenden Vorteile und die Begeisterung für die Korsaren. Das Boot sei sehr leicht, in der Klasse an sich herrsche ein familiärer Umgang zwischen den Seglern und das Feld der Teilnehmer setze sich aus vielen gemischten Teams zusammen. Uti Thieme schließt sich sofort ihrem Mann an: „Frank meinte nur zu mir: ´ach Uti, diese Klasse würde dir auch Spaß machen,´ und so bin ich dann da rein gekommen.“

Bei der Klasse der Korsaren sind die Berliner schon ´alte Hasen´. Seit ein paar Jahren sind sie zudem jedes Jahr an der Ostseeküste am Start und segeln um den Titel der Wettkämpfe. Und das bisher sehr erfolgreich: Letztes Jahr siegte das Ehepaar hier in Warnemünde mit einem Abstand von vier Punkten vor ihren Konkurrenten und auch die Internationale Deutsche Meisterschaft, die 2017 in Berlin stattfand, konnten sie für sich entscheiden. Kein Wunder, dass sie nun in diesem Jahr als Favoriten gehandelt werden.

Einen stürmischen Start hatte das Ehepaar allerdings bei der ersten Wettfahrt am Mittwoch durch einen Frühstart. „Das kann schon mal vorkommen. Jetzt erhöht sich natürlich der Druck und wir müssen vorsichtiger segeln. Dazu kommt es auch immer auf die Bedingungen an, die auf der Ostsee sehr anspruchsvoll sind,“ resümiert Frank Thieme den ersten Wettfahrtstag. Starke Konkurrenz ist unter den anderen Seglern zahlreich vorhanden, vor allem die aktuell führenden Berliner Axel Oberemm und Gerd Linnemann werden vom Ehepaar Thieme als schwierigster Gegner angesehen. Trotzdem geben die Profis noch nicht auf und haben vor, alles zu probieren, um am Ende eine Medaille zu gewinnen.

Nach der Warnemünder Woche steht auch schon die nächste Regatta auf dem Plan: Diesmal im 470er beim Master´s Cup in Frankreich, bei dem Uti und Frank Thieme die Titelverteidigung in Angriff nehmen wollen.

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