Vaterschaftsanerkennung

Eine Erkl├Ąrung, durch welche die Vaterschaft zu einem Kind anerkannt wird, sowie die Zustimmungserkl├Ąrung der Mutter, kann in jedem Standesamt, bei Jugend├Ąmtern und vor Notaren beurkundet werden. Eine wirksame Anerkennung der Vaterschaft kann erfolgen, wenn keine Vaterschaft eines anderen Mannes zu diesem Kind besteht. Die Anerkennung der Vaterschaft und die Zustimmungserkl├Ąrung der Mutter, werden in ├Âffentlich Form beurkundet.

Eine Anerkennung der Vaterschaft ist bereits vor der Geburt des Kindes m├Âglich.

Nach deutschem Recht ist die Frau Mutter des Kindes, die das Kind geboren hat. Eine Anerkennung der Mutterschaft ist grunds├Ątzlich nicht erforderlich. Sofern eine Anerkennung der Mutterschaft oder eine Zustimmungserkl├Ąrung eines gesetzlichen Vertreters erforderlich ist, m├╝ssen diese auch durch ein Standesamt, durch das Jugendamt, oder durch Notare beurkundet werden.

Schreibt das ausl├Ąndische Heimatrecht der Mutter oder des Vaters eine Mutterschaftsanerkennung vor, kann sie ebenfalls ├Âffentlich beurkundet werden. Es gelten die Regelungen wie bei der Vaterschaftsanerkennung.

Spezielle Hinweise f├╝r - kreisfreie Stadt Rostock, Hanse- und Universit├Ątsstadt

Bitte beachten Sie, dass im Standesamt Rostock in diesem Bereich ausschlie├člich mit Terminen gearbeitet wird!

Zust├Ąndige Stelle

Was gilt es zu beachten?

  • Die Anerkennung und die Zustimmung m├╝ssen ├Âffentlich beurkundet werden.
  • Die Anerkennung der Vaterschaft kann in jedem Stadesamt, bei Jugend├Ąmtern und Notaren abgegeben werden.
  • Die Anerkennung ist nicht empfangsbed├╝rftig und bedarf zu ihrer Wirksamkeit nicht der Entgegennahme durch ein bestimmtes Standesamt oder einer anderen Beh├Ârde.
  • Es gilt das Verbot der missbr├Ąuchlichen Anerkennung der Vaterschaft gem. ┬ž 1597a. BGB
  • Eine Anerkennung der Vaterschaft zu einem Kind ist nicht wirksam, solange die Vaterschaft eines anderen Mannes besteht (Sperrwirkung).
  • Eine Anerkennung unter Bedingung oder Zeitbestimmung ist unwirksam.
  • Es darf kein wirksamer Widerruf des Anerkennenden bestehen.
  • Die Anerkennung bedarf der Zustimmung der Mutter.
  • Die Anerkennung bedarf auch der Zustimmung des Kindes, wenn der Mutter insoweit die elterliche Sorge nicht zusteht.
  • F├╝r die Wirksamkeit der Erkl├Ąrung ├╝ber die Anerkennung der Vaterschaft kommt es nicht auf die tats├Ąchlichen Abstammungsverh├Ąltnisse an; die (juristische) Vaterschaft entsteht allein durch wirksame Abgabe der Anerkennungs- und aller erforderlichen Zustimmungserkl├Ąrungen. Die Anerkennung der Vaterschaft kann auch vor der Geburt des Kindes abgegeben werden.
  • Wer in der Gesch├Ąftsf├Ąhigkeit beschr├Ąnkt ist kann nur selbst anerkennen, bedarf allerdings der Zustimmung des gesetzlichen Vertreters. F├╝r Gesch├Ąftsunf├Ąhige kann der gesetzliche Vertreter mit Genehmigung des Familiengerichts anerkennen.; ist der gesetzliche Vertreter ein Betreuer, ist die Genehmigung des Betreuungsgerichts erforderlich.
  • F├╝r die Zustimmung der Mutter gelten die gleichen Vorschriften.
  • F├╝r ein gesch├Ąftsunf├Ąhiges Kind, oder ein Kind welches noch nicht 14 Jahre alt ist, kann nur der gesetzliche Vertreter der Anerkennung zustimmen.
  • Anerkennungen oder Zustimmungen k├Ânnen nicht durch eine bevollm├Ąchtigte Person erkl├Ąrt werden.

Rechtsgrundlagen

  • ┬ž 44 Personenstandsgesetz (PStG)
  • ┬ž1594 bis ┬ž1598 BGB , ┬ž 1599 BGB

Erforderliche Unterlagen

  • Nachweis zur Identit├Ąt (z.B. Personalausweis, Reisepass, IdKarte)

Kosten

Die Anerkennung der Vaterschaft und auch die Zustimmungserkl├Ąrungen sind geb├╝hrenfrei.

Ggf. 30 ÔéČ f├╝r die Versicherung an Eides Statt eines Dolmetschers

Fristen

  • Die Anerkennungserkl├Ąrung kann zeitlich unbeschr├Ąnkt, auch schon vor der Geburt des Kindes (pr├Ąnatale Anerkennung), nach dessen Tod (postmortale Anerkennung) ebenso f├╝r totgeborene Kinder abgegeben werden.

Weitere Informationen

Verfahrensablauf

Die Anerkennung der Vaterschaft und auch die Zustimmungserkl├Ąrungen kann in jedem Stadesamt, bei Jugend├Ąmtern und Notaren abgegeben werden.

  • Der anerkennende Mann erkl├Ąrt Vater des Kindes zu sein.
  • Der Standesbeamte/ Die Standesbeamtin hat die Anerkennungserkl├Ąrung zu pr├╝fen, um unwirksame Anerkennungen m├Âglichst zu verhindern.
  • Insbesondere gepr├╝ft:
  • Die Identit├Ąt des Anerkennenden, der Mutter und des Kindes
  • Die Gesch├Ąftsf├Ąhigkeit der Beteiligten
  • Etwaige fr├╝here Statusfeststellungen
  • Der/Die Standesbeamte/in kl├Ąrt ├╝ber die die namensrechtlichen Folgen auf.
  • Die Anerkennung wird ├Âffentlich beurkundet

Bearbeitungsdauer

  • Einzelfallabh├Ąngig

Ansprechpunkt

  •   Jugend├Ąmter
  • Notare
  • Standes├Ąmter
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