Wandertouren

Wanderungen zum Schnuppern und Entdecken. Ob entlang der Ostseeküste oder durch die Rostocker Heide, in und um Rostock gibt es viele Wandertouren. Hier stellen wir Ihnen die schönsten Touren vor:

Tour 1: Vom Warnemünder Leuchtturm bis Heiligendamm
Länge: ca. 15 km hin

Die Wanderung zu Deutschlands ältestem Seebad beginnt am Warnemünder Leuchtturm. Sie führt den Strand entlang oder über die Promenade mit Villen und Hotels der typischen Bäderarchitektur geradewegs zur Steilküste. Drei Kilometer erstreckt sich das Naturschutzgebiet „Stolteraa“ entlang der Ostseeküste, das vorwiegend von der Steilküste geprägt wird. Schauen Sie sich an, wie Wind und Wasser die Küste ständig verändern. Sie entdecken grau-grünen Geschiebemergel, gelblichen Lehm und Schieferschichten in der Steilwand, viele große Gesteinsbrocken liegen bereits im Wasser. Nach einem Drittel des Weges hat man sich in der Ausflugsgaststätte „Wilhelmshöhe“ eine kleine Stärkung verdient. „Kliffkiecker“ heißt der Kräuterlikör, den es nur hier gibt. Kurz darauf erreichen Sie an der Steilküste die 18 Meter hohe Kliffspitze am Geinitzort. Benannt ist der große Felsen, der im flachen Seewasser bei ruhiger See gut zu sehen ist, nach dem Vater der mecklenburgischen Geologie. Weiter geht es durch den Küstenwald, vorbei an orange leuchtendem Sanddorn zum Ostseebad Nienhagen (10 km) mit seinem Gespensterwald. Die hoch aufragenden und vom Wind geformten Buchen bieten ein bizarres „gespenstisches“ Bild.

An der Steilküste geht es weiter über Börgerende bis in Deutschlands ältestes Seebad Heiligendamm. Der Mecklenburger Herzog Friedrich Franz I. hatte es 1793 aus der Taufe gehoben, als er seine Sommerresidenz im benachbarten Bad Doberan eingerichtet hatte. Weiße klassizistische Bauten – die heute teilweise zum Hotel Kempinski gehören – schmücken die Heiligendammer Promenade. Auch die Galopprennbahn ist eine der ältesten auf dem europäischen Festland. Die berühmte Schmalspurbahn „Molli“ empfiehlt sich für die Rückfahrt nach Bad Doberan. Von dort fährt ein Bus nach Warnemünde oder ein Zug zum Rostocker Hauptbahnhof.



Tour 2: Von Warnemünde bis zum „Schnatermann“

Länge: 12 km hin

Mit der Fähre geht es über die Warnow in den Rostocker Stadtteil Hohe Düne. Von hier auf einem Weg hinter den Dünen, der neben der Straße verläuft, zu den Ausflugsgaststätten „Forsthaus“ und „Utspann“ im Seebad Markgrafenheide. Rechts führt ein Wanderweg in den Wald, der bis zum Traditionsgasthof „Schnatermann“ gut ausgeschildert ist. Das gleichnamige Naturschutzgebiet ist Lebensraum vieler geschützter und gefährdeter Tiere und Pflanzen wie Schwarzspecht, Baumfalke oder Maiglöckchen. Vom „Schnatermann“ kann man den einmaligen Blick auf die Warnowmündung genießen, die in Rostock „Breitling“ genannt wird. Bei Niedrigwasser ist auch der Schnatermannstein zu sehen. Der Sage nach soll hier im Winter ein Schiff gesunken sein. Der einzige Überlebende rettete sich auf den riesigen Findling und konnte vor Eiseskälte nur noch „snatern“, als ihn Einheimische fanden. Der Rückweg nach Warnemünde ist auch mit dem Fahrgastschiff MS „Schnatermann“ möglich.



Tour 3: Von Warnemünde zum „Heiligen See“

Länge: 15 km hin

Mit der Fähre setzen Sie nach Hohe Düne über und wandern immer am Strand entlang. Es geht vorbei an Markgrafenheide und dem Camping- und Ferienpark bis zur Steilküste am „Rosenort“. Ganz in Ostseenähe erstreckt sich hier das Naturschutzgebiet „Heiliger See“ mit Wald, intensiv genutzten Moorwiesen, dem so genannten Hütelmoor und den Salzwiesen. Von der Düne hat man einen überwältigenden Blick auf die Ostsee und die Naturschönheit des „Heiligen Sees“. Viele Sagen ranken sich um dieses Gewässer. Eine Göttin, ein großer Fisch und Geister sollen hier zu Hause gewesen sein. Man erzählt von einem bösen Geist, der Wanderer in die Tiefe zog. Mit Weihrauch und Weihwasser wollte eine Prozession aus dem nahe gelegenen Kloster Ribnitz diesen Spuk beenden. Einen halben Tag beschworen die Mönche den unliebsamen Seebewohner, das Gewässer zu verlassen, bis plötzlich ein dichter Nebel aus dem Wasser schoss und davon flog. Vom „Heiligen See“ geht’s durch die Rosenort-Schneise zurück, bis rechts der Blocksbrückenweg abbiegt. An der nächsten Kreuzung links führt der Weg weiter in Richtung Markgrafenheide. 300 Jahre alte Eichen säumen die Allee am Moorgraben, die direkt am „Forsthaus“ in Markgrafenheide endet. Von dort kann man mit dem Schiff MS „Schnatermann“ oder mit dem Bus die Rückfahrt nach Warnemünde antreten.



Tour 4: Planetenweg entlang der Küste

Länge: 6 km

Wie weit ist es von der Sonne bis zur Erde oder den Planeten Mars oder Jupiter? In Warnemünde können Wanderer die unendlichen Weiten des Weltalls auf dem Planetenweg entlang der Küste erahnen. Die Reise durch unser Sonnensystem beginnt an der steinernen Sonne am Leuchtturm. Nach jeweils 50 Metern treffen Sie auf Merkur, Venus, Erde und Mars, jene Planeten, die der Sonne am nächsten sind. Besonders weit ist es dagegen bis zu Neptun und dem kleinsten Planeten Pluto, die Sie erst nach rund fünf Kilometern erreichen. Auf insgesamt 13 Informationstafeln entdecken Besucher zu Fuß oder auf dem Fahrrad die neun Planeten. Sie erfahren bei dieser lehrreichen Wanderung Wissenswertes über die Himmelskörper und ihre Größe. Wenn Sie an der Küste einen Meter zurücklegen, wären Sie im All gleich eine Million Kilometer unterwegs. Eine Raumsonde brauchte für diese Reise durch unser Sonnensystem gut 19 Jahre, zu Fuß sind Sie vom Warnemünder Leuchtturm bis zum Elmenhorster Bach etwa zwei Stunden unterwegs. Ein Natur- und Erlebnispfad informiert auf der gleichen Strecke bis ins Naturschutzgebiet „Stolteraa“ auf Schautafeln, u.a. auch über typische Küstenformen der Ostsee, über heimische Küstenvögel, Fossilien oder Bäume.

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