Rostocker holt sich die Goldmedaille der Laser 4.7


Mit einem Spitzensegeltag mit Windstärken zwischen 3 und 5 Beaufort verabschiedete sich die 81. Warnemünder Woche von den Seglern des Laser Europa Cup und den Musto Skiff German Open. Lukas Schranck aus Rostock holte sich die Goldmedaille im Laser 4.7. Die OK-Jollen starteten heute in ihre Weltmeisterschaft, und auch die A-Cats konnten die ersten Rennen ihrer Europameisterschaft segeln.

Lokalmatador Lukas Schranck nutzte seine Revierkenntnisse und siegte souverän mit fünf ersten Plätzen in sechs Wettfahrten bei den Laser 4.7. Der 14-jährige Rostocker gehört einer echten Segelfamilie an. Vater Thorsten Schranck ist gerade frisch gebackener 1. Vorsitzender des Warnemünder Segelclubs, Bruder Jakob leitet dort die Jugendabteilung. Mit auf dem Podium bei den Laser 4.7 standen Patrikas Tamasauskas aus Lettland und Simone Babini. „Ich habe heute all drei Rennen gewonnen, dann war das eigentlich ziemlich klar für mich. Jetzt bin ich natürlich echt stolz“, berichtet Lukas Schranck.

Am Ende hatte Elena Vorobeva aus Kroatien bei den Laser Radial doch den Bug vorne und siegt vor der vorher führenden Nazlı Çağla Dönertaş. Nazlı Çağla Dönertaş begann ihre seglerische Karriere 2004 im Marmaris Yacht Club und wurde in der olympischen 470er Jolle 2008 türkische Meisterin. Bei den olympischen Segelwettbewerben 2016 vor Rio landete die 1,73 Meter große Nazil auf Platz 15. Insgesamt waren 88 Laser Radial am Start.

Im Laser Standard hatte der Pole Dawid Kania die Konkurrenz fest im Griff. Sogar so gut, dass er die letzte Wettfahrt nicht mehr mitsegeln musste. Eine der längsten Anreisen hatte Rodney Govinden von den Seychellen. Belohnt wurde er mit dem zweiten Platz vor dem Tschechen Jakub Halouzka und Eris Malach aus Hamburg.

Diese olympische Laser Klasse spricht besonders jugendliche Segler an. So wird nach Jahrgängen in verschiedenen Altersklassen nach Mädchen und Jungen unterschieden. Die Laser Jolle mit ihren verschiedenen Rigg-Größen, und damit unterschiedlich großen Segelflächen, bietet dafür ideale Voraussetzungen. Jeder findet in seiner Altersgruppe faire Bedingungen vor. Mädchen des Jahrgangs 2001 können zum Beispiel entscheiden, ob sie lieber im Laser Radial oder mit dem 4.7 Rigg starten möchten, je nach Fitness und Erfahrung. Jüngster zugelassener Jahrgang in diesem Jahr war 2005 für Mädchen und Jungen, die im Laser 4.7 starteten.

Vor Warnemünde stellten die Laser Segler eines der größten Felder. Für die knapp 120 Laser-Segler ging es auf der Regattabahn Charly um wichtige Punkte für den Europa-Cup, der über Italien, die Schweiz, Belgien und Bulgarien seinen Zwischenstopp in Warnemünde machte. Weitere Europa-Cup-Serien finden bis Ende des Jahres in Polen, Serbien, Österreich, Spanien und Kroatien statt.

Bei der German Open der Musto Skiff gibt es einen Doppelsieg für die Niederlande. Nicht zu schlagen für seinen Landsmann war Paul Dijkstra mit sieben ersten Plätzen in neun Rennen. Zweiter wurde Jelmer Kuipers vor dem besten Deutschen Iver Ahlmann vom Wittensee.

Der von dem Deutschen Dr. Joachim Habrecht entwickelte 4,55 Meter lange und mit seinen Auslegern 2,35 Meter breite Musto Skiff, bringt gerade mal 85 Kilogramm auf die Waage und wird einhand gesegelt. Was dem Segler alles abverlangt wird, konnte man auf der Bahn Foxtrott vor der Hohen Düne sehen: Er muss an der Kreuz 11,5 Quadratmeter Großsegel aus dem Trapez beherrschen und zusätzlich raumschots einen 15,5 Quadratmeter großen Gennaker. Die Toppgeschwindigkeit kann bei einem Musto Skiff leicht bei 20 Knoten liegen.

„Die Warnemünder Woche war perfekt. Es ist ein großartiges Event und wir hatten immer ein starke Brise, was ich persönlich mag. Und das Sommerfest ist toll. Meine Familie konnte da soviel tolle Sachen erleben. Und die Wettfahrtleitung hat einen superJob gemacht. Wir mussten nie lange zwischen den Rennen warten“, berichtet Paul Dijkstra.

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