HANSEartWORKS und Internationale Hanse-Ausstellung: Kunst zum Internationalen Hansetag Rostock


Die Ausstellung „Future City – Stadt der Zukunft“ ist anlässlich des 38. Internationa-len Hansetages vom 22. bis zum 24. Juni 2018 auf dem Platz vor dem Kröpeliner Tor zu sehen. Die Ausstellung steht in der Tradition der HANSEartWORKS, die jährlich von der jeweils gastgebenden Hansestadt ausgerichtet wird. Die Eröffnung findet am 22. Juni um 10 Uhr in Anwesenheit der Künstlerinnen und Künstler statt. Anschließend erläutern die Kuratoren das Konzept der Ausstellung.

Die Fotoausstellung zum Thema „Stadt der Zukunft“ wendet den Blick weg von schillernden Panoramen, hin zu den Menschen und wie sie eine Stadt in Gebrauch nehmen. Es geht um die vielfältigen Möglichkeiten, die Städte ihren Bewohnern zur Lebensgestaltung bieten. Und es geht um Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft. Zur Teilnahme waren Fotografinnen und Fotografen aus den Mitgliedsstädten des Städtebund DIE HANSE aufgerufen. Aus den Bewerbungen wurden 18 Künstler aus 16 Hansestädten in sechs Nationen ausgewählt.

Die Fotografien werden im öffentlichen Raum vor dem Kröpeliner Tor inszeniert – in Schiffscontainern und auf großen, weithin sichtbaren Panels. Einer der Container beherbergt eine Fotobuch-Werkstatt. Dort können sich die Besucher aus allen Bildern der Ausstellung ihren eigenen Katalog zusammenstellen.

Entwickelt wurde dieses Format durch das PhotoBookMuseum. Das 2014 in Köln gegründete Museum ist das erste, das sich ausschließlich der Vermittlung von Fotobüchern widmet. Vor allem durch mobile Ausstellungsformate und Workshops wollen die Gründer einem breiten Publikum die Kunst des Fotobuches nahebringen.

Künstlerinnen und Künstler: Claudia Taylor (Braunschweig), Lysanne Buunk (Doesburg), Doris Gerhard (Dorsten), Maciej Marszalkowicz (Gdansk), Daniela Risch (Greifswald), Janosch Boerckel (Herford), Maren Winter (Lübeck), Stefanie Minzenmay (Neuss), Angela von Brill (Osnabrück), Malina Bura (Osterburg), Marko Toomast (Pärnu), Alexej Arkipov (Pskow), Andrej Koksharov (Pskow), Mareike Timm (Rostock), Gunnar Borbe (Rostock), Anna Hibner-Cierpicka (Stargard), Tina Messing (Visby), Oleg Friga (Weliki Nowgorod)

Zwischen Tradition und Vision – Internationale Hanse-Ausstellung

65 Künstler, Designer und Kunsthandwerker aus Hansestädten beteiligen sich zum 38. Internationalen Hansetag an einer gemeinsamen Kunstschau. Eröffnet wird die Internationale Hanse-Ausstellung am 23. Juni im Beisein der Delegationen der ausstellenden Hansestädte. Für Besucher zu besichtigen ist sie vom 24. Juni bis zum 8. Juli in der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Ausgestellt werden sowohl Bilder als auch Skulpturen und Objekte, die sich mit der Hanse auseinandersetzen. Sie sollen die Verbindungen der Hansestädte in Handel, Kultur und politische Verknüpfungen widerspiegeln und damit die Vielfalt der Hanse in ihrer Geschichte und die Perspektiven des Internationalen Hansetages aufzeigen.

Der Altmärkische Hansebund bringt einen „Hansesplitter“ nach Rostock. Dies hat eine besondere Bedeutung, denn der Grundgedanke der Objektreihe des Künstlers Michael Hitschold aus Wallstawe bei Salzwedel ist folgender: Beim Zerfall der mittelalterlichen Hanse sind ganz viele kleine Splitter entstanden. Hitschold sieht in seinen „Hansesplittern“ ein Symbol der Verbundenheit. Darum wünscht er sich ein solches Kunstobjekt in allen alten Hansestädten – als Erkennungsmerkmal, Teil der Hansefamilie zu sein.

In einer Holzkiste aus Kalkar sind Artefakte zu entdecken – von Fensterglas aus dem spätgotischen Rathaus, dem Ziegelstück der zerstörten Synagoge bis zur Glasflasche einer Kalkarer Brauerei. Perleberg (Brandenburg) zeigt mit einem Objekt symbolisch die Balance zwischen Offenheit und Schutzbedarf: Fünf gebogene Kanthölzer, die an einen Schiffskörper erinnern sollen, halten eine große Perle im Inneren fest.

Aus dem schwedischen Visby, der Hauptstadt Gotlands, kommen drei Skulpturen. Der Künstler nennt sie „Hand-Ohr-Kreaturen“ und will mit ihnen die Art unserer Kommunikation humorvoll hinterfragen. Das finnische Turku zeigt Fotografien. Und Lettlands Riga grüßt Rostock mit einem Künstlerbuch, darin Zeichnung, Collagen und Fotografien. Die Niederlande sind unter anderem mit Kunstwerken aus Doesburg, Kampen oder Hasselt vertreten.

Angedacht ist eine Weiterreise der Kunstwerke und der kunsthandwerklichen Objekte zu den Orten der folgenden Hansetage – im nächsten Jahr im russischen Pskow.

Jedes Jahr begeht der Städtebund DIE HANSE in einer der 190 Mitgliedsstädte den Internationalen Hansetag. Vom 21. bis 24. Juni 2018 hat Rostock die Ehre, Gastgeber für rund 2.000 Delegierte, Kulturschaffende und Markttreibende aus 115 Hansestädten in 16 europäischen Ländern zu sein. Mit ihren Gästen feiern die Rostocker im gesamten Stadtzentrum den 800. Geburtstag der Hansestadt. Erwartet werden rund 400.000 Besucher.

Weitere Informationen
www.hansetag-rostock.com

Future City, Andrej Kokscharow

Andrej Koksharov, „Holi Color Festival“, 2015

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