Europameister: Glenn Ashby holt souverän seinen neunten Meister-Titel bei den A-Cats


Erst den America’s Cup gewinnen und dann vor Warnemünde noch Europameister der A-Cats zu werden, das ist segeln wie Glenn Ashby es liebt. Überlegen kontrollierte er das international sehr gute Feld der 95 A-Cat Segler aus 16 Nationen bis zum letzten Wettfahrttag. Zweiter wurde der Spanier Manuel Calavia vor dem Polen Maciej Żarnowski. Bester Deutscher wurde Rob Baier vom Segelclub Füssen Forggensee.

Gestresst wirkte der 40-jährige Australier Glenn Ashby während der Warnemünder Woche nie, professionell immer. Vier erste Plätze in fünf Rennen und einmal einen dritten Platz als Ausrutscher sind mehr als souverän. „Warnemünde hat ein sehr gutes Revier zum Segeln, auch wenn die Wetterbedingungen diese Woche sehr anspruchsvoll waren. Für mich war es aber eine tolle Gelegenheit mal wieder A-Cat gegen die besten A-Cat Segler, die ich kenne, zu segeln. Und jetzt noch der Titel. Perfekt,“ erklärt er locker. Und die Bedingungen für die A-Cats waren wirklich nicht einfach. Zwei Tage mussten die A-Cat Segler wegen zu viel Wind im Hafen bleiben, einmal wegen Flaute. Die Klassenvorschriften schreiben bei Meisterschaften ein Windfenster von 6 bis 22 Knoten, also 3 bis 5 Beaufort, vor. Ist der Wind stärker oder schwächer, wird nicht gesegelt. Die sensiblen Rennmaschinen mit zwei Rümpfen und Tragflächen, sognannte Foils, heben die Rümpfe aus dem Wasser. Mit 18 Jahren wurde Glenn Ashby zum ersten Mal Europameister im A-Cat. „Ich habe als Kind im A-Cat angefangen und liebe es bis zum heutigen Tag. Du kannst so wunderbar selbst über alle deine Manöver entscheiden“, erklärt der zweifache Familienvater.

Nun reist er über die USA, dort hält er kurz einen Vortrag über Teamarbeit beim America’s Cup, bevor er noch kurz Urlaub zu Hause in der Nähe von Melbourne macht. Denn ab September geht es schon wieder in Auckland in die Vorbereitung des nächsten America’s Cup.

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