Die Marine: Ein treuer Partner der Warnemünder Woche


Für die Warnemünder Woche und die Marine zählt die Ausfahrt des Standortältesten zu den Highlights der Veranstaltung. Dienstag war es soweit: Fregattenkapitän Florian Lübeck lud als Standortältester zur Regattabegleitfahrt auf die Korvette „Magdeburg“. Die Verbundenheit der Marine mit der Warnemünder Woche geht bis in die Zeit vor der Wiedervereinigung zurück. „Viele Marinesoldaten haben im Warnemünder Segel-Club das Segeln gelernt. Der ehemalige Vereinsvorsitzende Jürgen Bohn war ebenfalls Marinesoldat und hat die Vernetzung mit der Marine vorangetrieben“, erklärte Lübeck. Die Marine unterstützt die Warnemünder Woche mit Speed- und Regattasicherungsbooten, stellt für rund 300 Segler die Camping-Möglichkeit auf dem Marinegelände und organisiert die Ausfahrt des Standortältesten. Partner, Freunde und Förderer der Warnemünder Woche und der Marine waren bei der Regattabegleitfahrt mit an Bord der „Magdeburg“. Da die Korvette während der Ausfahrt bei einem Seenotrettungsfall zur Hilfe gerufen wurde, dauerte die Begleitfahrt länger als geplant. Ein Freizeitsegler war unabhängig von der Warnemünder Woche in der Kadetrinne in Seenot geraten.

Zwei „rockige“ Tage stehen auf der Bühne am Leuchtturm an

Energiegeladen klingt der Mittwochabend mit Frauenpower aus Berlin aus. Die vier Musikerinnen der Band „Stella rockt“ heizen den Besuchern der Warnemünder Woche von 20 bis 22 Uhr auf der Bühne am Leuchtturm mit kraftvollem Hauptstadt-Rock ein. Energiegeladene und melodiöse Pop- und Rocksongs sind die Leidenschaft der Berlinerinnen. Deutsch- und englischsprachige Coversongs gehören ebenso wie eigene Songs aus den 1980er Jahren bis heute zum Repertoire der Band.

Rockig geht es am Donnerstag von 15.30 bis 22 Uhr auf der Bühne am Leuchtturm mit dem „Open Air Am Meer - Rauch auf dem Wasser“ weiter, das bereits im 15. Jahr Bestandteil des Musikprogramms der Warnemünder Woche ist und für viele Musikfreunde ein fest eingeplanter Konzerttermin. Es ist das Musikfestival zur gleichnamigen Romanreihe und CD-Edition des Warnemünder Schriftstellers Michael Terpitz. In seinen Büchern beschreibt der Autor herzerfrischend, amüsant und emotional das Lebensgefühl der Beat- und Rockgeneration in Mecklenburg. Im Rahmen der parallel zu den Büchern erschienenen CD-Editionen wird vor allem handgemachte – gitarrenorientierte Rockmusik präsentiert. Auf dem „Open Air am Meer - Rauch auf dem Wasser XV“ spielen von 15.30 bis 22 Uhr bekannte Bands und Interpreten aus der Region Songs und Rockklassiker aus den vergangenen sechs Jahrzehnten. Den Auftakt des Open-Air-Festivals bestreitet in diesem Jahr erstmals die Band Heidrun 68 mit Songs aus den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren. Unter dem Titel „Ola Van Sander & Jugend rockt“ tritt danach ab 17.15 Uhr der Gitarrenlehrer Ola Van Sander mit seinen Schülern auf. Von 19.20 bis 19.50 Uhr macht die Band Oldie Train wie in den Vorjahren Stimmung, bevor als Highlight zum Abschluss des über sechs Stunden langen Open-Air-Konzertes die Rostocker Gruppe „Bad Penny“ die Bühne rockt. Moderiert wird die Show vom Buchautor und DJ Michael Terpitz.

Rockmusik ist seine Leidenschaft

Musik ist sein Leben. Er schreibt Bücher über Musik, produziert CDs, organisiert Konzerte und betreibt seit 27 Jahren in Warnemünde das Schallplattencafé COOAST. Auch den traditionellen Knurrhahn-Preis für den ehrenamtlichen Einsatz zum Gemeinwohl Warnemündes hat er schon verliehen bekommen. Die Ideen für neue Musikproduktionen gehen ihm nicht aus. Die Rede ist von Andreas Buhse, der bei der 82. Warnemünder Woche zum 15. Mal das „Open Air Am Meer – Rauch auf dem Wasser“ auf die Bühne am Leuchtturm bringt.

Hunderte von Schallplatten und CDs reihen sich in Buhses kleinem Laden mit Café nahe dem Warnemünder Leuchtturms aneinander. Musikfreunde von nah und fern kommen vorbei, um in den Regalen nach Musikraritäten und Songs ihrer Lieblingsinterpreten zu stöbern oder an den Cafétischen, umgeben von Fotos und Plakaten bekannter Musiklegenden, ein Getränk zu genießen und mit Buhse zu fachsimpeln. Viele Ladenbesucher sind langjährige Stammkunden.

Seit 1992 steht Buhse fast täglich in seinem Schallplattenladen. Aber auch vorher war die Musik schon immer seine Leidenschaft. „Ich habe als Assistent an der Rostocker Uni unter anderem über Musikgeschichte gesprochen, Platten gesammelt und verkauft. Nach der Wende habe ich zwei Jahre als Musikredakteur für einen lokalen Radiosender gearbeitet“, erzählt Buhse. In den 1960er Jahren sei er selbst nie im Westen gewesen, aber er hat viel über die westliche Rockmusikszene recherchiert. „Während der DDR-Zeit habe ich oft Westplatten auf dem Schwarzmarkt in Ungarn gekauft. Rund 100 DDR-Mark hat eine Platte gekostet. Für uns war die Musik aus dem Westen wie ein Eintauchen in eine andere Welt“, erinnert sich der Musikkenner.

Zum Markenzeichen von Andreas Buhse und seinem Laden ist das „Open Air Am Meer - Rauch über dem Wasser“ geworden, das ein fester Programmpunkt im Musikprogramm der Warnemünder Woche ist. Unter dem Namen Michael Terpitz veröffentlicht Buhse die dazugehörige Roman- und CD-Edition, die sich mit dem Lebensgefühl der Beat- und Rockgeneration in Mecklenburg befasst. Aus Sicht eines Schallplattensammlers erzählt der Warnemünder in seinen Büchern unterhaltsame Geschichten aus dem Alltag.

Mehr als 25 CDs hat Buhse in der Edition bereits herausgebracht. Laut dem Warnemünder sind genau dadurch einige Rostocker Bands bekannt geworden. Ein weiteres Buch aus der Reihe über die Flower-Power-Zeit im ehemaligen Osten inklusive drei CDs steht kurz vor der Veröffentlichung. Eventuell soll das Buch der Abschluss der Reihe sein. Aber der 61-Jährige hat schon neue Ideen: „Mein Traum ist es, einen „Rauch auf dem Wasser“-Krimi zu schreiben, der in Warnemünde spielt, mit viel Action und natürlich einem eigenen Soundtrack.“ Auch eine neue Weihnachts-CD sei schon wieder in Arbeit. „Eigentlich bin ich ein Weihnachtshasser. Trotzdem produziere ich eine Weihnachts-CD nach der anderen. Das sind unsere Bestseller“, so der Musikfan.

Ein Musikprojekt, das Andreas Buhse noch in diesem Jahr in zwei Teilen als Open-Air-Bühneninszenierung auf die Beine stellt, heißt „Rostock Suite II“ mit den Untertiteln „Songs for Love and Revolutions“ und „Woodstock ist überall“. Wie auch für alle anderen seiner Konzerte gilt dabei für Buhse: „Ich bin stolz auf unsere Rostocker Musiker. Warum soll ich also für meine Konzerte Musiker von außerhalb holen, wenn wir hier so viele gute haben.“ Anlass für die Produktion ist der 50. Jahrestag des legendären Musikfestivals Woodstock. Und Woodstock ist laut Buhse überall.

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