Wohnungssicherung beantragen

Obdachlos sind Menschen, die keinen festen Wohnsitz und keine Unterkunft haben. Sie ├╝bernachten im ├Âffentlichen Raum wie Parks, G├Ąrten oder U-Bahnstationen.

Die wesentliche Aufgabe der Obdachlosenhilfe ist es, Menschen in besonders schwierigen sozialen Situationen, in finanziellen Notlagen oder in Wohnungsfragen zu helfen. Es werden umfassende Beratungen, pers├Ânliche Betreuung, finanzielle Unterst├╝tzung und Hilfen in sozialen Einrichtungen gew├Ąhrt.

Als wohnungslos werden alle Menschen bezeichnet, die ├╝ber keinen mietvertraglich abgesicherten Wohnraum verf├╝gen. Sie leben beispielsweise in einer Notunterkunft, einer station├Ąren Einrichtung der Wohnungslosenhilfe oder ├╝bernachten in einer kommunalen Einrichtung.

Um einen akut drohenden Wohnungsverlust zu verhindern, k├Ânnen beispielsweise je nach Einzelfall die Mietschulden ├╝bernommen werden.

Sofern die Wohnung bereits verloren wurde (akute Wohnungslosigkeit) kann beispielsweise zun├Ąchst ein Platz in einer Notunterkunft gew├Ąhrt werden. Das Ziel ist jedoch die Hilfe zur Vermittlung einer Wohnung. Im Einzelfall k├Ânnen beispielsweise die Kaution, eine Sicherheitsleistung oder die Maklerprovision vorfinanziert werden. Die finanziellen Hilfen werden in der Regel als Darlehen gew├Ąhrt.

Finanzielle Hilfen haben Wohnungslose und obdachlose Menschen, die grunds├Ątzlich erwerbsf├Ąhig sind, in der Regel nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II).

Nicht erwerbsf├Ąhige Menschen haben einen Leistungsanspruch nach dem Zw├Âlften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII).

Dar├╝ber hinaus sieht das SGB XII u. a. in den Hilfen zur ├ťberwindung besonderer Schwierigkeiten vor, was insbesondere durch Beratung bei Wohnungs- oder Obdachlosigkeit oder nach einer Haftentlassung durch eine gezielte Hilfestellung zur ├ťberwindung der Schwierigkeiten und eine Eingliederung in das gesellschaftliche Leben erm├Âglicht werden soll. Ziel der Hilfe ist es auch, zu verhindern, dass sich die Situation f├╝r die Betroffenen verschlimmert.

Zust├Ąndige Stelle

Abteilung Sozialhilfe

St.-Georg-Str. 109
18055 Rostock, Hanse- und Universit├Ątsstadt
+49 381 381-2520+49 381 381-2520

Fahrplanauskunft

Rollstuhlgerecht Fahrstuhl

├ľffnungszeiten

Um Wartezeiten f├╝r Sie zu vermeiden, wird die Vereinbarung eines Termins empfohlen. Terminanfragen sind unter Tel. 0381 381-5000 und E-Mail sozialamt@rostock.de oder jugendamt@rostock.de m├Âglich.

Montag 09:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 15:30 Uhr (nur mit Termin)

Dienstag 09:00 - 12:00 Uhr und 13:30 - 18:00 Uhr

Mittwoch 09:00 - 12:00 Uhr 13:00 - 15:30 Uhr (nur mit Termin)

Donnerstag 09:00 - 12:00 Uhr und 13:30 - 16:00 Uhr

Freitag 09:00 - 13:00 Uhr (nur mit Termin)

Was gilt es zu beachten?

Dazu z├Ąhlen beispielsweise:

  • drohender Verlust der Wohnung wegen Mietr├╝ckst├Ąnden,
  • Mahnung im Rahmen des Mietverh├Ąltnisses durch den Vermieter,
  • K├╝ndigung der Wohnung durch Vermieter,
  • R├Ąumungsklage wurde eingereicht bzw. ein R├Ąumungstermin wurde bereits festgesetzt,
  • bereits wohnungslos und nicht in der Lage, einen Wohnraum zu erlangen oder
  • aus Haft entlassen und wohnungslos
  • Obdachlosigkeit
  • keine M├Âglichkeiten der Hilfe zur Selbsthilfe

Erforderliche Unterlagen

Zum Beispiel:

  • Personalausweis, Reisepass oder sonstige Dokumente, die die Person zweifelsfrei ausweisen k├Ânnen
  • bei ausl├Ąndischen Staatsangeh├Ârigen: Nachweis des legalen Aufenthalts in Deutschland
  • Einkommensunterlagen wie z.B. Lohn- oder Gehaltsabrechnungen, Bescheide ├╝ber Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II, Rente, Sozialhilfe (Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung)
  • Nachweis der Verm├Âgensverh├Ąltnisse
  • Unterlagen zu vorhandenen Schuld- und Unterhaltsverpflichtungen
  • bei akuter Wohnungslosigkeit zus├Ątzlich: geeignete Unterlagen, die die akute Wohnungslosigkeit zeigen wie z.B. Gerichtsbeschluss, Nachweis ├╝ber Unterkunftsverlust, ggf. Haftbescheinigung und Vollstreckungsblatt (bei wohnungslosen Haftentlassenen).
  • wenn der Verlust der Wohnung droht zus├Ątzlich: Unterlagen, die den drohenden Wohnungsverlust verdeutlichen wie z.B. K├╝ndigung, R├Ąumungsklage, R├Ąumungstermin
  • Mietvertrag
  • Zahlungsnachweise bez├╝glich der laufenden Miete wie z.B. Kontoauszug
  • wenn eine Wohnung ben├Âtigt wird zus├Ątzlich: Unterlagen, die die Notwendigkeit des Wohnungswechsels zeigen wie z.B. K├╝ndigung, Atteste, Mietvertrag der bisherigen Wohnung

Die Entscheidung hinsichtlich der nachzuweisenden Unterlagen trifft der zust├Ąndige Tr├Ąger der Sozialhilfe. Sie ergibt sich aus dem konkreten Einzelfall.

Fristen

Einzelfallabh├Ąngig; meist umgehende Beantragung der Hilfen durch den betroffenen B├╝rger notwendig, um Wohnungslosigkeit zu verhindern bzw. um die Wohnungslosigkeit zu beenden.

Weitere Informationen

Verfahrensablauf

  • Vereinbaren eines Beratungstermins
  • erforderliche Unterlagen sind mitzubringen
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