Umgangsrecht - Regelung des Umgangs mit dem Kind

Kinder haben das Recht, ihre Eltern, Verwandten und nahen Vertrauenspersonen zu sehen┬á- grunds├Ątzlich ohne Vorbedingung.

Zum Wohle des Kindes sollten alle Beteiligten versuchen, zu einer einvernehmlichen L├Âsung hinsichtlich des Umgangsrechts zu gelangen. Kommt es zu keiner Einigung, sollten die Beteiligten das Jugendamt einschalten. Aufgrund seiner Erfahrung und seiner neutralen Stellung kann es dazu beizutragen, dass eine tragf├Ąhige L├Âsung gefunden wird, die alle Interessen angemessen ber├╝cksichtigt. Sind alle Vermittlungsversuche gescheitert, hat jeder Umgangsberechtigte die M├Âglichkeit, einen gerichtlichen Antrag auf Regelung des Umgangs zu stellen.

Hinweis: Umgangsberechtigte haben nach dem Achten Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB VIII) Anspruch auf Beratung und Unterst├╝tzung. Das Jugendamt ber├Ąt kostenlos zu Fragen des Umgangsrechts.

Sind Kinder Opfer von h├Ąuslicher Gewalt oder Verwahrlosung, kann das Jugendamt oder ein Elternteil beim Familiengericht die Einschr├Ąnkung des Umgangsrechts anregen. Besonders dann, wenn ein Kind vom Vater, von der Mutter oder von einem anderen Familienmitglied misshandelt oder missbraucht wird, kann der Umgang des T├Ąters mit dem betroffenen Kind eingeschr├Ąnkt oder ausgeschlossen werden.

Zust├Ąndige Stelle

Sachgebiet Fallmanagement Jugendhilfe (Mitte)

Goerdelerstra├če 53
18069 Rostock, Hansestadt
+49 381 381-6956+49 381 381-6956
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├ľffnungszeiten

Um Wartezeiten f├╝r Sie zu vermeiden, wird die Vereinbarung eines Termins empfohlen. Terminanfragen sind unter Tel. 0381 381-5000 und E-Mail sozialamt@rostock.de oder jugendamt@rostock.de m├Âglich.

Montag 09:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 15:30 Uhr (nur mit Termin)

Dienstag 09:00 - 12:00 Uhr und 13:30 - 18:00 Uhr

Mittwoch 09:00 - 12:00 Uhr 13:00 - 15:30 Uhr (nur mit Termin)

Donnerstag 09:00 - 12:00 Uhr und 13:30 - 16:00 Uhr

Freitag 09:00 - 13:00 Uhr (nur mit Termin)

Was gilt es zu beachten?

Rechtsgrundlagen

  • ┬ž 1684 B├╝rgerliches Gesetzbuch - BGB - (Umgang des Kindes mit den Eltern)
  • ┬ž 1685 B├╝rgerliches Gesetzbuch - BGB - (Umgang des Kindes mit anderen Bezugspersonen)
  • ┬ž 1909 B├╝rgerliches Gesetzbuch┬á- BGB - (Erg├Ąnzungspflegschaft)

Weitere Informationen

Verfahrensablauf

Unter Mitwirkung des Jugendamtes entscheidet das Familiengericht, wie sich der Kontakt zu einem Elternteil und gegebenenfalls zu Dritten gestalten soll. Als Grundsatz gilt, dass beide Elternteile die Pflicht und das Recht zum Umgang mit dem Kind haben. Gro├čeltern und Geschwister haben ebenfalls ein Umgangsrecht, wenn dies dem Kindeswohl dient. Dasselbe gilt f├╝r andere enge Bezugspersonen mit einer engen sozial-famili├Ąren Bindung, wenn der Umgang dem Wohl des Kindes dient.

Sollte der Einfluss bestimmter Personen dem Kind aber nachhaltig schaden, kann der Familienrichter das Umgangsrecht vor├╝bergehend oder auf Dauer einschr├Ąnken oder ganz ausschlie├čen. Eine mildere L├Âsung w├Ąre, dass die betreffenden Angeh├Ârigen das Kind in Gegenwart eines Dritten sehen d├╝rfen. So kann etwa ein Vertreter der Jugendhilfe die Besuche als Vermittler begleiten (begleiteter Umgang).

Sollten Mutter oder Vater den gerichtlich festgelegten Umgang auf Dauer verhindern, kann das Gericht sie oder ihn zur Herausgabe des Kindes verpflichten. Der Anspruch ist auch mit Zwangsmitteln durchsetzbar. M├Âglich ist es in solchen F├Ąllen auch, dem betreuenden Elternteil das Sorgerecht f├╝r den Umgang zu entziehen.

In schwierigen F├Ąllen kann der Richter auch eine Umgangspflegschaft anordnen. Die Umgangspflegschaft kann so gestaltet werden, dass den Eltern teilweise das Sorgerecht entzogen wird. Dann m├╝ssen der Vater oder die Mutter das Kind an den bestellten Pfleger herausgeben, damit dieser den Kontakt zum anderen Elternteil oder zu Dritten herstellt. Die Bestellung eines Umgangspflegers ist auch auf Anregung der Beteiligten m├Âglich. Idealerweise einigen sich die Betroffenen selbst auf eine Vertrauensperson. Der Umgangspfleger bespricht die Umgangsregelungen mit allen Beteiligten (Eltern, Kind und gegebenenfalls Dritten) und sorgt daf├╝r, dass sich alle an die Vereinbarungen halten.

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