Technische Arbeitshilfen f├╝r Menschen mit Behinderungen

Technische Arbeitshilfen f├╝r behinderte Menschen sollen vorhandene F├Ąhigkeiten f├Ârdern, Restf├Ąhigkeiten nutzen, unterst├╝tzen und gleichzeitig sch├╝tzen, aber auch ausgefallene F├Ąhigkeiten zumindest teilweise ersetzen. Ziel ihres Einsatzes ist es,

  • bei bestimmten Behinderungen die Arbeitst├Ątigkeit ├╝berhaupt erst zu erm├Âglichen,
  • die Arbeitsausf├╝hrung zu erleichtern, das hei├čt Arbeitsbelastungen zu verringern und die Arbeitssicherheit zu gew├Ąhrleisten.

Technische Arbeitshilfen sind zum Beispiel

  • orthop├Ądische Sicherheitsschuhe, spezielle H├Âr- und Sehhilfen)
  • mobile technische Arbeitshilfen (zum Beispiel Sitzhilfen, Hebevorrichtungen)

die als Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder im Rahmen der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben f├╝r Menschen mit Behinderungen gew├Ąhrt werden k├Ânnen, wenn diese spezielle, f├╝r sie entwickelte Hilfsmittel am Ausbildungs- oder Arbeitsplatz ben├Âtigen, um eine dauerhafte Eingliederung zu erreichen und zu sichern.

Was gilt es zu beachten?

Hilfen zur Berufsaus├╝bung bzw. zur Beschaffung technischer Arbeitshilfen m├╝ssen wegen gesundheitlicher Beeintr├Ąchtigungen erforderlich sein und dabei die Folgeerscheinungen einer Behinderung ausschlie├člich f├╝r die Verrichtung bestimmter beruflicher T├Ątigkeiten oder die Durchf├╝hrung anderer Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben ausgleichen. Es gen├╝gt nicht, dass eine Beeintr├Ąchtigung lediglich in medizinischer Hinsicht beseitigt oder gemindert wird.

Erforderliche Unterlagen

Es ist ein Antrag beim zust├Ąndigen Rehabilitationstr├Ąger, bei Nichtzust├Ąndigkeit eines Rehabilitationstr├Ągers beim Integrationsamt zu stellen.

Kosten

F├╝r die eigentliche Bewilligung der Leistung fallen keine Kosten an. Im Einzelfall ist ein Eigenanteil an der erbrachten Leistung zu erbringen.

Weitere Informationen

Verfahrensablauf

Die Leistung kann an den behinderten Menschen selbst gew├Ąhrt werden. Beratung und Information in allen Fragen zur Besch├Ąftigung schwerbehinderter Menschen f├╝hren in erster Linie die Rehabilitationstr├Ąger, insbesondere die Rentenversicherung, die Agenturen f├╝r Arbeit und ggf. die Integrations├Ąmter durch. Kostentr├Ąger ist im Rahmen der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben der zust├Ąndige Rehabilitationstr├Ąger oder im Rahmen der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben das Integrationsamt.

In jedem Fall ist ein Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben beim zust├Ąndigen Rehabilitationstr├Ąger zu stellen.

Rehabilitationstr├Ąger gem├Ą├č ┬ž 6 SGB IX sind:

  • die gesetzlichen Krankenkassen
  • die Bundesagentur f├╝r Arbeit (zust├Ąndig in den ersten 15 Versicherungsjahren); bei jungen Menschen vor der beruflichen Erstausbildung ist die Agentur f├╝r Arbeit in der Regel selbst zust├Ąndig
  • die Tr├Ąger der gesetzlichen Unfallversicherung (z.B. Berufsgenossenschaften, Unfallversicherungstr├Ąger der ├Âffentlichen Hand), wenn die Behinderung durch einen Arbeitsunfall im Betrieb, einen Unfall in der Schule oder auf dem Weg dorthin entstanden ist oder im Fall einer Berufskrankheit
  • die Tr├Ąger der gesetzlichen Rentenversicherung (z.B. Deutsche Rentenversicherung Bund, fr├╝her: Bundesversicherungsanstalt f├╝r Angestellte, Deutsche Rentenversicherung Nord, fr├╝her: Landesversicherungsanstalten), wenn durch die berufliche Rehabilitation eine Rentenzahlung vermieden werden kann
  • Tr├Ąger der Kriegsopferversorgung und die Tr├Ąger der Kriegsopferf├╝rsorge im Rahmen des Rechts der sozialen Entsch├Ądigung bei Gesundheitssch├Ąden, z.B. bei Kriegs- und Wehrdienstsch├Ądigungen, Impfsch├Ąden oder Folgen von Gewalttaten (z. B. Landesamt f├╝r Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (LAGuS) - Versorgungsamt, Hauptf├╝rsorgestelle oder die ├Ârtlichen F├╝rsorgestellen bei den Landkreisen und kreisfreien St├Ądten),
  • die Tr├Ąger der ├Âffentlichen Jugendhilfe (Jugend├Ąmter der Landkreise und kreisfreien St├Ądte)
  • die Tr├Ąger der Eingliederungshilfe (in Mecklenburg-Vorpommern die kreisfreien St├Ądte und Landkreise), wenn bei einer Behinderung kein anderer Tr├Ąger zust├Ąndig ist und Bed├╝rftigkeit besteht

Der Rehabilitationstr├Ąger pr├╝ft, ob die Voraussetzungen erf├╝llt sind und welche Form der F├Ârderung notwendig ist. Die Entscheidung wird in einem schriftlichen Bescheid festgehalten.

Alle Rehabilitationstr├Ąger sind zur Auskunft, Beratung und Zusammenarbeit verpflichtet. Der Tr├Ąger, an den man sich zuerst wendet, hat die Pflicht, die Zust├Ąndigkeit z├╝gig zu kl├Ąren. Die Rehabilitationstr├Ąger benennen Ansprechstellen, die Informationsangebote an Leistungsberechtigte, an Arbeitgeber und an andere Rehabilitationstr├Ąger vermitteln.

Ansprechpunkt

Der zust├Ąndige Rehabilitationstr├Ąger bzw. das Landesamt f├╝r Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern ÔÇô Integrationsamt

Nach oben