Rente f├╝r Bergleute Zahlung

F├╝r Bergleute gelten spezielle Rentenregelungen. Wegen der Belastungen und Gesundheitsrisiken des Berufs gibt es die ÔÇ×Rente f├╝r BergleuteÔÇť.

Wie hoch Ihre Rente f├╝r Bergleute ist, richtet sich nach Ihren Anspr├╝chen aus der knappschaftlichen Rentenversicherung. Haben Sie weitere Anspr├╝che in der allgemeinen Rentenversicherung erworben, zum Beispiel durch Arbeit au├čerhalb des Bergbaus, z├Ąhlen diese nicht mit.

Sie d├╝rfen neben Ihrer Rente f├╝r Bergleute eine bestimmte Summe pro Jahr hinzuverdienen, ohne dass Ihre Rente gek├╝rzt wird. Wieviel Sie hinzuverdienen d├╝rfen, wird individuell berechnet und steht in Ihrem Rentenbescheid.

Keine Rente f├╝r Bergleute erhalten Sie, wenn Sie

  • die Regelaltersgrenze bereits erreicht haben, zum Beispiel 67 Jahre f├╝r Jahrgang 1964 oder j├╝nger, oder
  • eine Besch├Ąftigung oder selbstst├Ąndige T├Ątigkeit au├čerhalb des Bergbaus aus├╝ben, die im Wesentlichen wirtschaftlich und qualitativ gleichwertig ist.

Neben der Rente f├╝r Bergleute gibt es auch die sogenannte ÔÇ×Altersrente f├╝r langj├Ąhrig unter Tage besch├Ąftigte BergleuteÔÇť. Sie haben einen Anspruch darauf, wenn Sie die Mindestversicherungszeit von 25 Jahren mit st├Ąndigen Arbeiten unter Tage erf├╝llt haben und die f├╝r Sie ma├čgebende Altersgrenze erreicht haben.
 

Was gilt es zu beachten?

Sie k├Ânnen die Rente f├╝r Bergleute erhalten, wenn Sie

  • die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben,
  • Ihre bisherige Arbeit im Bergbau als Hauptberuf wegen Krankheit oder Behinderung nicht weiter aus├╝ben k├Ânnen und
  • Sie wegen Krankheit oder Behinderung auch keine andere gleichwertige T├Ątigkeit aus├╝ben k├Ânnen. Gemeint ist damit eine im Wesentlichen wirtschaftlich gleichwertige Besch├Ąftigung, die gleichwertige Kenntnisse und F├Ąhigkeiten erfordert.

Au├čerdem m├╝ssen Sie vor Ihrer verminderten Berufsf├Ąhigkeit im Bergbau

  • w├Ąhrend der letzten 5 Jahre mindestens 3 Jahre knappschaftliche Pflichtbeitr├Ąge geleistet haben und
  • eine Wartezeit (Mindestversicherungszeit) von 5 Jahren in der knappschaftlichen Rentenversicherung erf├╝llt haben.

Die Rente f├╝r Bergleute k├Ânnen Sie au├čerdem ab einem Alter von 50 Jahren erhalten, wenn Sie

  • keiner Besch├Ąftigung oder selbstst├Ąndigen T├Ątigkeit nachgehen, die verglichen mit Ihrer Arbeit im Bergbau wirtschaftlich gleichwertig ist und
  • die Wartezeit (Mindestversicherungszeit) von 25 Jahren erf├╝llt haben.

Auf diese Wartezeit werden Ihnen Beitragszeiten aufgrund einer Besch├Ąftigung mit st├Ąndigen Arbeiten unter Tage angerechnet.

Die Wartezeit erf├╝llen Sie auch, wenn Sie 25 Jahre Beitragszeiten aufgrund einer Besch├Ąftigung unter Tage zusammen mit knappschaftlichen Ersatzzeiten haben.
 

Erforderliche Unterlagen

  • g├╝ltiger Personalausweis oder Reisepass
  • Nachweise, die im Versicherungsverlauf nicht erfasst sind, beispielsweise:
    • Aufrechnungsbescheinigungen
    • Nachweise ├╝ber Ausbildungszeiten
    • Nachweise ├╝ber Arbeitslosigkeit
    • Nachweise ├╝ber Krankheitszeiten
  • Wenn eine andere Person den Antrag stellt:
    • Vollmacht oder
    • Beschluss des Gerichts
       

Kosten

keine

Fristen

Wenn Sie den Rentenantrag rechtzeitig gestellt haben, erhalten Sie Ihre Rente f├╝r Bergleute fr├╝hestens am ersten Tag des Monats, zu dessen Beginn alle Anspruchsvoraussetzungen erf├╝llt sind.

Wenn Sie den Rentenantrag sp├Ąter als 3 Monate nach Ablauf des Monats stellen, in dem alle Anspruchsvoraussetzungen erf├╝llt sind, erhalten Sie Ihre Rente ab dem ersten Tag des Monats der Antragstellung.
 

Weitere Informationen

Verfahrensablauf

Die Rente f├╝r Bergleute k├Ânnen Sie schriftlich, pers├Ânlich oder per Onlineverfahren beantragen.

Schriftlicher Rentenantrag:

  • Laden Sie das Antragsformular zur Rente f├╝r Bergleute auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung herunter. F├╝llen Sie das Formular vollst├Ąndig aus und stellen Sie die ben├Âtigten Unterlagen zusammen.
  • Ihren ausgef├╝llten und unterschriebenen Antrag k├Ânnen Sie mit den erforderlichen Unterlagen entweder
    • per Post an die Knappschaft-Bahn-See senden oder
    • in einer der ├Ârtlichen Beratungsstellen abgeben.
  • Wenn Ihr Rentenantrag eingetroffen ist, erhalten Sie eine Eingangsbest├Ątigung.
  • Die Knappschaft-Bahn-See pr├╝ft Ihren Antrag auf Vollst├Ąndigkeit und fordert bei Bedarf fehlende Unterlagen an.
  • Die Knappschaft-Bahn-See pr├╝ft die Voraussetzungen f├╝r Ihren Rentenanspruch und den Versicherungsverlauf auf Vollst├Ąndigkeit. Gegebenenfalls kl├Ąrt sie L├╝cken im Versicherungsverlauf.
  • Die Knappschaft-Bahn-See kl├Ąrt weitere Sachverhalte, zum Beispiel Ihr Krankenversicherungsverh├Ąltnis, ob Sie hinzuverdienen oder eine Unfallrente erhalten.
  • Wenn Sie zum gew├╝nschten Rentenbeginn einen Anspruch auf die Rente f├╝r Bergleute haben, erhalten Sie einen Rentenbescheid mit Angaben zum Beginn, zur Aufnahme der laufenden Zahlung und zur H├Âhe. Des Weiteren werden Sie ├╝ber Ihre Rechte und Pflichten informiert.
  • Wenn Sie zum gew├╝nschten Rentenbeginn keinen Anspruch auf die Rente f├╝r Bergleute haben, erhalten Sie einen Ablehnungsbescheid mit dem Grund f├╝r die Ablehnung.

Rentenantrag per Online-Verfahren:

  • Gehen Sie auf das Online-Portal der Deutschen Rentenversicherung und melden Sie sich an. Dazu k├Ânnen Sie Ihre Signaturkarte, Ihren Personalausweis mit elektronischem Identit├Ątsnachweis oder Ihren elektronischen Aufenthaltstitel nutzen.
  • F├╝llen Sie das Formular zur Rente f├╝r Bergleute aus und laden Sie die notwendigen Unterlagen hoch. Danach senden Sie Ihren Rentenantrag online ab.
  • Wenn Ihr Rentenantrag eingetroffen ist, erhalten Sie eine Eingangsbest├Ątigung.
  • Die Knappschaft-Bahn-See pr├╝ft Ihren Antrag auf Vollst├Ąndigkeit und fordert bei Bedarf fehlende Unterlagen an.
  • Die Knappschaft-Bahn-See pr├╝ft die Voraussetzungen f├╝r Ihren Rentenanspruch und den Versicherungsverlauf auf Vollst├Ąndigkeit. Gegebenenfalls kl├Ąrt sie L├╝cken im Versicherungsverlauf.
  • Die Knappschaft-Bahn-See kl├Ąrt weitere Sachverhalte, zum Beispiel Ihr Krankenversicherungsverh├Ąltnis, ob Sie hinzuverdienen oder eine Unfallrente erhalten.
  • Wenn Sie zum gew├╝nschten Rentenbeginn einen Anspruch auf die Rente f├╝r Bergleute haben, erhalten Sie einen Rentenbescheid mit Angaben zum Beginn, zur Aufnahme der laufenden Zahlung und zur H├Âhe. Des Weiteren werden Sie ├╝ber Ihre Rechte und Pflichten informiert.
  • Wenn Sie zum gew├╝nschten Rentenbeginn keinen Anspruch auf die Rente f├╝r Bergleute haben, erhalten Sie einen Ablehnungsbescheid mit dem Grund f├╝r die Ablehnung.

Pers├Ânlicher Antrag im Beratungsgespr├Ąch:

  • Stellen Sie die ben├Âtigten Unterlagen zur Antragstellung zusammen und vereinbaren Sie einen Termin in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung.
  • Im Beratungsgespr├Ąch wird Ihr Rentenantrag in der Regel gleich elektronisch aufgenommen und online weitergeleitet.
  • Wenn Ihr Rentenantrag eingetroffen ist, erhalten Sie eine Eingangsbest├Ątigung.
  • Der Knappschaft-Bahn-See der Deutschen Rentenversicherung pr├╝ft den Antrag auf Vollst├Ąndigkeit und fordert bei Bedarf fehlende Unterlagen an.
  • Die Knappschaft-Bahn-See pr├╝ft die Voraussetzungen f├╝r Ihren Rentenanspruch und Ihren Versicherungsverlauf auf Vollst├Ąndigkeit. Gegebenenfalls kl├Ąrt sie L├╝cken im Versicherungsverlauf.
  • Die Knappschaft-Bahn-See kl├Ąrt weitere Sachverhalte, zum Beispiel Ihr Krankenversicherungsverh├Ąltnis, ob Sie hinzuverdienen oder eine Unfallrente erhalten.
  • Wenn Sie zum gew├╝nschten Rentenbeginn einen Anspruch auf die Rente f├╝r Bergleute haben, erhalten Sie einen Rentenbescheid mit Angaben zum Beginn, zur Aufnahme der laufenden Zahlung und zur H├Âhe. Des Weiteren werden Sie ├╝ber Ihre Rechte und Pflichten informiert.
  • Wenn Sie zum gew├╝nschten Rentenbeginn keinen Anspruch auf die Rente f├╝r Bergleute haben, erhalten Sie einen Ablehnungsbescheid mit dem Grund f├╝r die Ablehnung.

Den Rentenantrag kann auch eine Person Ihres Vertrauens f├╝r Sie stellen. Reichen Sie hierf├╝r bitte eine entsprechende Vollmacht bei der Knappschaft-Bahn-See ein. Solange die Vollmacht gilt, wendet sich die Knappschaft-Bahn-See ausschlie├člich an Ihre bevollm├Ąchtigte Person.
 

Bearbeitungsdauer

etwa 3 Monate

Es empfiehlt sich, den Rentenantrag so schnell wie m├Âglich zu stellen, wenn Sie sich f├╝r vermindert berufsf├Ąhig halten.

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