Kraftfahrzeug - Zulassung neu aus Nicht-EU-Land

Zum Verkehr auf √∂ffentlichen Stra√üen m√ľssen Sie die Zulassung eines Neufahrzeugs mit allgemeiner Betriebserlaubnis bzw. EG-Betriebserlaubnis bei der Zulassungsbeh√∂rde beantragen und sich f√ľr das Fahrzeug ein amtliches Kennzeichen zuteilen lassen. Neue Fahrzeuge aus einem Nicht-EU-Land k√∂nnen unter bestimmten Voraussetzungen in Deutschland zugelassen werden.

Bei einem serienmäßigen Fahrzeug mit EG-Typgenehmigung kann, sofern eine Übereinstimmungsbescheinigung (Certificate of Conformity - "CoC-Papier") mit eingetragener Fahrzeugidentifizierungsnummer vorliegt, die Zulassung problemlos bei der zuständigen Zulassungsbehörde (Kfz-Zulassungsstelle oder Straßenverkehrsamt) erfolgen. In dem CoC-Papier sind in der Regel alle technischen Angaben enthalten, so dass eine Zulassungsbescheinigung Teil I und II ausgefertigt werden kann.

Anders verh√§lt es sich bei Fahrzeugen ohne EG-Typgenehmigung, wenn sie aus Nicht-EU-Staaten importiert werden. Prinzipiell sind diese Fahrzeuge in ihrer Ausr√ľstung den Vorschriften des Landes angepasst, in dem sie zugelassen sind. Aufgrund daraus resultierender landesspezifischer Abweichungen sind einzeln importierte Fahrzeuge f√ľr die Zulassung in Deutschland bez√ľglich ihrer √úbereinstimmung mit den geltenden Vorschriften (StVZO, EG-Richtlinien) zu pr√ľfen sowie die technischen Daten des Fahrzeugs festzustellen. Bei bisher noch nicht zugelassenen Neufahrzeugen ist eine Begutachtung zur Erlangung einer Einzelgenehmigung nach ¬ß13 EG-FGV (EG-Fahrzeuggenehmigungsverordnung) durch Mitarbeiter eines Technischen Dienstes oder durch einen amtlich anerkannten Sachverst√§ndigen (aaS) einer Technischen Pr√ľfstelle erforderlich. Bei "gebrauchten" Fahrzeugen muss eine Abnahme nach ¬ß 21 StVZO (Stra√üenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) an einer Technischen Pr√ľfstelle erfolgen.

Die Durchf√ľhrung einer Hauptuntersuchung (HU) einschlie√ülich Untersuchung des Motormanagement-/ Abgasreinigungssystems ist immer dann erforderlich, wenn ein Fahrzeug mit EG-Typgenehmigung aus einem Land eingef√ľhrt wird, welches weder der Europ√§ischen Union noch einem Vertragsstaat des Europ√§ischen Wirtschaftsraums angeh√∂rt.

Zuständige Stelle

Sachgebiet Kfz-Zulassung

Charles-Darwin-Ring 6
18059 Rostock, Hanse- und Universitätsstadt
+49 381 381-3100+49 381 381-3100
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Rollstuhlgerecht Fahrstuhl

√Ėffnungszeiten

Montag 09:00 - 12:00 Uhr

Dienstag 09:00 - 18:00 Uhr

Donnerstag 09:00 - 16:00 Uhr

Freitag 09:00 - 12:00 Uhr

Was gilt es zu beachten?

Bei der Zulassung des Kraftfahrzeugs m√ľssen Sie die Verf√ľgungsberechtigung √ľber das Kraftfahrzeug z.B. durch die Vorlage der Zulassungsbescheinigung Teil II nachweisen. Zudem ist die sog. EG-√úbereinstimmungsbescheinigung im Original vorzulegen. Es liegt f√ľr das Fahrzeug eine g√ľltige Hauptuntersuchung und, wenn es der EG-Fahrzeugklassen M2, M3, N, O oder G (au√üer M1-Fahrzeugen) entspricht, eine g√ľltige Sicherheitspr√ľfung vor. Bei nach dem Kauf vorgenommenen √Ąnderungen am Fahrzeug, die abnahmepflichtig sind (z.B. Anh√§ngerkupplung, ALU-Felgen, Spoiler, Standheizung etc.), brauchen Sie f√ľr die Zulassung des Kraftfahrzeugs die vorherige Abnahme durch den amtlichen anerkannten Sachverst√§ndigen (in Mecklenburg-Vorpommern: DEKRA).

Erforderliche Unterlagen

  • g√ľltiger Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebest√§tigung
  • bei Vertretung: zus√§tzlich schriftliche Vollmacht f√ľr Zulassung und Bekanntgabe eventuell bestehender Kraftfahrzeugsteuerschulden
  • Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebest√§tigung des Bevollm√§chtigten
  • bei Firmen, nat√ľrliche Personen: Gewerbeanmeldung
  • juristische Personen: Gewerbeanmeldung und Handelsregisterauszug
  • Gesellschaft b√ľrgerlichen Rechts (GbR): Gesellschaftervertrag und Vollmacht der zeichnungsberechtigten Personen laut Vertrag
  • bei Vereinen zus√§tzlich: Vereinsregisterauszug und Ausweis der verantwortlichen, unterschriftsberechtigten Person (Vorstand) sowie deren Vollmacht
  • bei Minderj√§hrigen: zus√§tzlich schriftliche Vollmacht der Erziehungsberechtigten sowie deren Personalausweise
  • elektronische Versicherungsbest√§tigung √ľber das Vorliegen einer Kfz-Haftpflichtversicherung (eVB)
  • gegebenenfalls Reservierungsbest√§tigung f√ľr das Wunschkennzeichen
  • SEPA-Lastschriftmandat zum Einzug der Kraftfahrzeugsteuer
  • Ursprungszeugnis beziehungsweise ausl√§ndische Fahrzeugpapiere, insbesondere die Zulassungsbescheinigung Teil II (wenn im Ursprungsland vorgeschrieben)
  • EG-√úbereinstimmungsbescheinigung (COC-Papier): Darin best√§tigt der Fahrzeughersteller, dass das Fahrzeug einem genehmigten Typ entspricht.
  • Falls keine EG-√úbereinstimmungsbescheinigung vorhanden ist, wird ein Gutachten eines Technischen Dienstes nach ¬ß 13 EG-FGV oder eines amtlich anerkannten Sachverst√§ndigen nach ¬ß 21 StVZO (Vollgutachten) ben√∂tigt.
  • Eigentumsnachweis (l√ľckenlose R√ľckverfolgung vom Zeitpunkt der Einf√ľhrung an): Kaufvertrag/Kaufvertr√§ge oder Originalrechnung/Originalrechnungen
  • Verzollungsnachweis nach ¬ß 6 Absatz 6 FZV

Kosten(Geb√ľhren, Auslagen, etc.)

Es fallen Geb√ľhren und Auslagen an. Deren H√∂he bemisst sich nach der Geb√ľhrenordnung f√ľr Ma√ünahmen im Stra√üenverkehr. Wenden Sie sich bitte an die zust√§ndige Stelle. Darin sind weitere Kosten wie Begutachtungen, Kennzeichenschilder etc. nicht enthalten.

Fristen

Grundsätzlich sind keine Fristen zu beachten.

F√ľr den Fall, dass zwischen der Best√§tigung der Betriebserlaubnis und der Zulassung ein Zeitraum von mehr als 18 Monaten liegt, so ist zur √úberpr√ľfung der Vorschriftsm√§√üigkeit des Fahrzeugs eine Fahrzeuguntersuchung durch den amtlich anerkannten Sachverst√§ndigen oder den Pr√ľfer einer √úberwachungsorganisation durchzuf√ľhren.

Weitere Informationen

Verfahrensablauf

Die Zulassung Ihres Fahrzeugs m√ľssen Sie als Halter bei der zust√§ndigen Zulassungsbeh√∂rde beantragen. Sie k√∂nnen auch einen Vertreter mit einer schriftlichen Vollmacht beauftragen. Wichtig ist dabei, dass die Vollmacht gleichzeitig Ihr Einverst√§ndnis zur Bekanntgabe der kraftfahrzeugsteuerrelevanten Daten an den Bevollm√§chtigten beinhaltet.

Um das Verfahren z√ľgig abschlie√üen zu k√∂nnen, ist es vor allem notwendig, der Beh√∂rde m√∂glichst l√ľckenlos alle notwendigen Unterlagen beziehungsweise Dokumente vorzulegen. Au√üerdem m√ľssen Sie das Fahrzeug der Zulassungsbeh√∂rde gegebenenfalls zur Identit√§tspr√ľfung vorf√ľhren. Dies ist insbesondere in F√§llen, in denen die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) nicht vorgelegt werden kann, erforderlich.

Wenn Sie ein Wunschkennzeichen möchten, kann die Reservierung je nach Angebot der Zulassungsbehörde schon vor der Neuzulassung persönlich, schriftlich, telefonisch oder online erfolgen.

Steht einer Zulassung nichts im Wege, werden die Kennzeichen abgestempelt, das hei√üt, mit Plaketten f√ľr die Hauptuntersuchung und den Zulassungsbereich versehen.

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