Jagdschein: Wiedererteilung beantragen

Bei Vorliegen von Tatbeständen gemäß § 17 Bundesjagdgesetz (BJagdG) muss beziehungsweis kann die Behörde die Erteilung eines Jagdscheines versagen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Behörde die Wiedererteilung vom Ablauf einer Sperrfrist abhängig machen.

Wenn Tatsachen, welche die Versagung des Jagdscheines begründen, erst nach Erteilung des Jagdscheines eintreten oder der Behörde, die den Jagdschein erteilt hat, bekanntwerden, so ist die Behörde berechtigt, den Jagdschein für ungültig zu erklären und einzuziehen. Die Behörde kann eine Sperrfrist für die Wiedererteilung des Jagdscheines festsetzen.

Ordnet ein Gericht die Entziehung des Jagdscheines an, so bestimmt es zugleich, dass für die Dauer von einem Jahr bis zu fünf Jahren kein neuer Jagdschein erteilt werden darf (Sperre). Die Sperre kann für immer angeordnet werden, wenn zu erwarten ist, dass die gesetzliche Höchstfrist zur Abwehr der von dem Täter drohenden Gefahr nicht ausreicht. 

Die Sperre beginnt in allen Fällen mit der Rechtskraft des Urteils. Die Wiedererteilung des Jagdscheines kann erst nach Ablauf der Sperre mittels Antrag auf Erteilung erfolgen.

Zuständige Stelle

Abteilung Ordnungs- und Verwaltungsangelegenheiten - Untere Jagdbehörde

Charles-Darwin-Ring 6
18059 Rostock, Hanse- und Universitätsstadt
+49 381 381-3242+49 381 381-3242
+49 381 381-3300
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Fahrplanauskunft

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Öffnungszeiten

Montag bis Freitag - nach Terminvereinbarung

Datenschutz

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Was gilt es zu beachten?

Handlungsgrundlage(n)

Erforderliche Unterlagen

Für Wiedererteilung eines Jagdscheines werden folgende Unterlagen benötigt:

  • vollständig ausgefüllter Antrag auf Erteilung eines Jagdscheines der zuständigen Unteren Jagdbehörde
  • Personalausweis/ Reisepass
  • Nachweis über eine ausreichende Jagdhaftpflichtversicherung über die beantragte Laufzeit: Mindestdeckungssumme EUR 50.000 bei Sachschäden, EUR 500.000 bei Personenschäden
  • gegebenenfalls Pacht- oder entgeltlicher Erlaubnisvertrag (gemäß § 15 Abs. 2 Satz 4 LJagdG)
  • Erstausstellung: Prüfungszeugnis über die bestandene Jägerprüfung, Bescheinigung „Kundige Person“, Lichtbild
  • Neuausstellung: Jagdschein

Kosten (Gebühren, Auslagen, etc.)

  • Versagung des Jagdscheines nach § 17 Absatz 1 und 2 BJagdG: EUR 350,00
  • Aussetzung der Entscheidung über den Antrag auf Erteilung des Jagdscheines nach § 17 Absatz 5 BJagdG: EUR 150,00
  • Einziehung des Jagdscheines nach § 18 BJagdG: EUR 460,00

Fristen

  • nach Ablauf der Sperrfrist
  • bei Jahresjagdscheinen rechtzeitig vor Beginn des neuen Jagdjahres (01.04.)

Weitere Informationen

Verfahrensablauf

Nach Ablauf der Sperrfrist kann die Wiedererteilung des Jagdscheines bei der Unteren Jagdbehörde beantragt werden. Darauf folgt die Zuverlässigkeitsprüfung gemäß § 17 BjagdG i. V. m. § 5 und 6 Waffengesetz. Ist die Zuverlässigkeit gegeben, kann unter Vorlage einer gültigen Haftpflichtversicherung der Jagdschein gelöst werden.

Bearbeitungsdauer

ca. 4 Wochen, abhängig vom Umfang des Antrags und der Zuarbeit weiterer Behörden im Rahmen der Zuverlässigkeitsprüfung

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