Informationen zum Unterhaltsvorschuss f├╝r Kinder von Alleinerziehenden

Der Unterhaltsvorschuss ist eine staatliche Leistung f├╝r Kinder von Alleinerziehenden. Er hilft, die finanzielle Lebensgrundlage Ihres Kindes zu sichern, wenn der andere Elternteil nicht oder nur teilweise oder nicht regelm├Ą├čig Unterhalt in H├Âhe des Unterhaltsvorschusses zahlt. Der andere Elternteil muss den Vorschuss sp├Ąter zur├╝ckzahlen, wenn er keinen Unterhalt zahlt, obwohl er ganz oder teilweise Unterhalt zahlen k├Ânnte.

Unterhaltsvorschuss wird ohne zeitliche Begrenzung gezahlt. Die Zahlung endet sp├Ątestens, wenn Ihr Kind 18 Jahre alt wird. 

Der Unterhaltsvorschuss betr├Ągt ab dem 01. Januar 2021:

  • f├╝r Kinder bis zu 5 Jahren: 174 Euro monatlich,
  • f├╝r Kinder von 6 Jahren bis 11 Jahren: 232 Euro monatlich,
  • f├╝r Kinder von 12 Jahren bis 17 Jahren: 309 Euro monatlich.

Die Betr├Ąge mindern sich:

  • wenn der andere Elternteil f├╝r Ihr Kind Unterhalt zahlt oder
  • Ihr Kind eine Halbwaisenrente erh├Ąlt.

Wenn Ihr Kind nicht mehr zu einer allgemeinbildenden Schule geht oder keinen allgemeinbildenden Abschluss anstrebt, dann bekommt es weniger Unterhaltsvorschuss in den Monaten, in denen es Eink├╝nfte hat. Eink├╝nfte sind zum Beispiel:

  • Erwerbseinkommen
  • Ausbildungsverg├╝tungen
  • Verm├Âgenseink├╝nfte
  • Taschengeld aus einem Freiwilligendienst.

Bei Auszubildenden werden zum Beispiel pauschal 100 Euro als ausbildungsbedingtem Aufwand anerkannt und pauschal 83,33 Euro als Werbungskosten abgezogen. Ihr Kind muss die H├Âhe nicht nachweisen. 

Die Eink├╝nfte werden nur zur H├Ąlfte auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet. Das bedeutet zum Beispiel, wenn Ihr Kind 100 Euro Einkommen hat, verringert sich der Unterhaltsvorschuss um 50 Euro.

Unter Umst├Ąnden kann daher zum Beispiel neben einer Ausbildungsverg├╝tung auch noch ein teilweiser Anspruch auf Unterhaltsvorschuss bestehen.

Einkommen von Kindern, die noch nicht zur Schule gehen oder noch eine allgemeinbildende Schule besuchen, bleibt von vornherein unber├╝cksichtigt.

Eink├╝nfte des alleinerziehenden Elternteils werden auf den Unterhaltsvorschuss nicht angerechnet.

Zust├Ąndige Stelle

Sachgebiet Unterhaltsvorschuss

St.-Georg-Str. 109
18055 Rostock, Hansestadt

Fahrplanauskunft

Rollstuhlgerecht Fahrstuhl

Ansprechpartner

Mitarbeiter/in
Leiter/-in
Zimmer: 3.13

+49 381 381-1035+49 381 381-1035

Mitarbeiter/in
Sachgebietsleiter
Zimmer: 3.34

+49 381 381-2544+49 381 381-2544

├ľffnungszeiten

Dienstag 09:00 - 12:00 Uhr und 13:30 - 18:00 Uhr

Donnerstag 09:00 - 12:00 Uhr und 13:30 - 16:00 Uhr

Achtung:

Eine pers├Ânliche Vorsprache von Rostocker Einwohnerinnen und Einwohnern ist nur noch in den F├Ąllen m├Âglich, in denen ein pers├Ânliches Erscheinen unabweisbar notwendig und hierf├╝r eine Terminvereinbarung erfolgt ist. Terminanfragen sind unter Tel. 0381 381-5000 und E-Mail sozialamt@rostock.de m├Âglich.

Was gilt es zu beachten?

Unterhaltsvorschuss erh├Ąlt Ihr Kind unter folgenden Voraussetzungen:

  • Sie und Ihr Kind wohnen zusammen in Deutschland
  • Sie erziehen Ihr Kind alleine und tragen eindeutig die ├╝berwiegende Erziehungsverantwortung
  • Der andere Elternteil zahlt Ihrem Kind gar keinen Unterhalt, nur unregelm├Ą├čig Unterhalt oder nur Unterhalt, der weniger als der Unterhaltsvorschuss ist.

F├╝r Kinder zwischen 12 und 17 Jahren gelten zus├Ątzlich folgende Voraussetzungen:

  • Ihr Kind ist nicht auf SGB II-Leistungen angewiesen,
  • Ihr Kind w├Ąre mit dem Unterhaltsvorschuss nicht auf SGB II-Leistungen angewiesen oder
  • wenn Sie Arbeitslosengeld II erhalten, m├╝ssen Sie zus├Ątzlich ein eigenes Einkommen von mindestens 600 Euro brutto monatlich haben.

Unterhaltsvorschuss kann Ihr Kind auch bekommen, wenn nicht gekl├Ąrt ist, wer sein Vater ist. Es kommt nicht darauf an, ob es ein gerichtliches Urteil zur Vaterschaft oder eine Vaterschaftsanerkennung vor dem Jugendamt gibt.

Wenn Sie mit Ihrem neuen Partner oder neuen Partnerin keine Ehe oder Lebenspartnerschaft f├╝hren, k├Ânnen Sie (weiterhin) Unterhaltsvorschuss f├╝r Ihr Kind bekommen.

In folgenden F├Ąllen kann Ihr Kind keinen Unterhaltsvorschuss bekommen:

  • wenn Sie mit einem neuen Partner oder einer neuen Partnerin verheiratet oder verpartnert sind und zusammen leben,
  • wenn das Kind oder Sie, ob verheiratet oder nicht, mit dem anderen Elternteil zusammenleben,
  • wenn der andere Elternteil seine Unterhaltspflichten regelm├Ą├čig erf├╝llt und seine Unterhaltszahlungen die H├Âhe des Unterhaltsvorschusses erreichen,
  • wenn Sie keine Ausk├╝nfte erteilen ├╝ber den anderen Elternteil,
  • wenn Sie nicht bei der Feststellung der Vaterschaft oder des Aufenthaltes des anderen Elternteils mitwirken. 

Weitere Informationen

Weiterf├╝hrende Informationen

Das Bundesfamilienministerium hat eine ausf├╝hrliche Brosch├╝re zum Unterhaltsvorschuss herausgegeben. Sie k├Ânnen diese Brosch├╝re beim Bundesfamilienministerium bestellen und auch auf der Homepage www.bmfsfj.de herunterladen.

Verfahrensablauf

Den Unterhaltsvorschuss k├Ânnen Sie bei Ihrer Unterhaltsvorschussstelle beantragen - in der Regel beim Jugendamt. Zust├Ąndig ist das Jugendamt Ihres Wohnorts.

Damit Unterhaltsvorschuss gezahlt werden kann, muss ein schriftlicher Antrag gestellt werden. Dieser Antrag kann vom betreuenden Elternteil oder vom gesetzlichen Vertreter des Kindes gestellt werden. Bearbeitet wird der Antrag bei der Unterhaltsvorschussstelle Ihrer Kreis- bzw. Stadtverwaltung (in den kreisfreien St├Ądten). Dort erhalten Sie auch Unterst├╝tzung und Hilfe beim Ausf├╝llen des Antrages.

Bitte informieren Sie Ihre Unterhaltsvorschussstelle unverz├╝glich ├╝ber alle ├änderungen, die sich auf den Unterhaltsvorschuss auswirken k├Ânnen. Dazu sind Sie verpflichtet, sobald Sie den Antrag gestellt haben. Die Pflicht besteht so lange, wie der Unterhaltsvorschuss gezahlt wird. Sie m├╝ssen die Unterhaltsvorschussstelle zum Beispiel informieren, wenn

  • Ihr Kind nicht mehr bei Ihnen lebt,
  • Sie umziehen,
  • Sie heiraten,
  • Sie mit dem anderen Elternteil zusammenziehen,
  • der andere Elternteil Unterhalt zahlt,
  • der andere Elternteil stirbt oder

Falls Ihr Kind nicht mehr zur allgemeinbildenden Schule geht: 

  • wenn sich das Einkommen Ihres Kindes ├Ąndert, zum Beispiel weil sich die H├Âhe der Ausbildungsverg├╝tung ├Ąndert.
Nach oben