Geldw├Ąsche oder Terrorismusfinanzierung - Meldepflicht

Betreiben Sie ein Unternehmen oder Gewerbe im sogenannten Nichtfinanzsektor? Zum Beispiel als

  • Finanzunternehmen (ohne Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute, Zahlungsinstitute, Investmentaktiengesellschaften und Kapitalanlagegesellschaften),
  • Versicherungsvermittler (sofern sie Lebensversicherungen oder Dienstleistungen mit Anlagezweck vermitteln),
  • Dienstleister f├╝r Gesellschaften und Treuhandverm├Âgen oder Treuh├Ąnder (sofern sie nicht Rechtsanw├Ąlte, Wirtschaftspr├╝fer, vereidigte Buchpr├╝fer, Steuerberater oder Steuerbevollm├Ąchtigte sind),
  • Immobilienmakler,
  • Personen, die gewerblich mit G├╝tern handeln - G├╝terh├Ąndler (insbesondere hochwertige G├╝ter wie z.B. Autos, Boote, Yachten, Edelsteine, Schmuck etc.).

Dann sind Sie ein Verpflichteter nach dem Geldw├Ąschegesetz (GwG) und Ihnen obliegen nach diesem Gesetz bestimmte Sorgfaltspflichten. Die wichtigsten Pflichten sind folgende:

  • die Identit├Ąt des Vertragspartners feststellen und anhand geeigneter Dokumente ├╝berpr├╝fen,
  • Informationen ├╝ber den Gesch├Ąftszweck einholen,
  • den wirtschaftlich Berechtigten ermitteln, d.h. abkl├Ąren ob der Vertragspartner f├╝r einen Dritten handelt und wer dies ist,
  • die Gesch├Ąftsbeziehung kontinuierlich ├╝berwachen,
  • interne Sicherungsma├čnahmen und Kontrollsysteme einrichten, um Auff├Ąlligkeiten zu erkennen und Geldw├Ąsche zu verhindern,
  • die Mitarbeiter schulen ├╝ber Methoden der Geldw├Ąsche und die nach dem Geldw├Ąschegesetz bestehenden Pflichten,
  • die erhobenen Informationen aufzeichnen und 5 Jahre aufbewahren,
  • einen Geldw├Ąschebeauftragten bestellen, wenn dies von der Aufsichtsbeh├Ârde angeordnet wird. Finanzunternehmen sind ohnehin hierzu verpflichtet,
  • einen Verdacht der Geldw├Ąsche melden.

Was gilt es zu beachten?

Rechtsgrundlagen

Erforderliche Unterlagen

  • Dokumentationsbogen zur Identifizierung
  • Mitteilung ├╝ber die Bestellung von Geldw├Ąschebeauftragten
  • Merkblatt zu Anhaltspunkten f├╝r Verdachtsmeldungen

Kosten

Kosten entstehen nur f├╝r einzelne Verwaltungsleistungen im Zusammenhang mit dem Geldw├Ąschegesetz wie zum Beispiel:

  • Befreiung von der Verpflichtung zur Dokumentation der Risikoanalyse
  • Befreiung von der Verpflichtung zur Bestellung eines Geldw├Ąschebeauftragten im Einzelfall

Bitte erkundigen Sie sich im Einzelfall bei den zust├Ąndigen Mitarbeitern des Ministeriums f├╝r Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern.

Fristen

Sie m├╝ssen die Anzeige nach Auftreten des Verdachts unverz├╝glich erstatten.

Weitere Informationen

Verfahrensablauf

Die Geldw├Ąsche-Verdachtsmeldung m├╝ssen Sie mit den erforderlichen Unterlagen unverz├╝glich schriftlich oder elektronisch erstatten. Die elektronische Meldung ist ├╝ber die Internetseite Geldw├Ąschepr├Ąvention direkt m├Âglich.
Senden Sie Anzeigen an das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern, Gemeinsame Finanzermittlungsgruppe des Zollfahndungsamtes Hamburg und des Landeskriminalamtes  - GFG M-V, Retgendorfer Stra├če 9,19067 Rampe und in Kopie an das Bundeskriminalamt in Wiesbaden - Zentralstelle f├╝r Geldw├Ąsche-Verdachtsmeldungen - (FIU Deutschland), 65173 Wiesbaden.

Dar├╝ber hinaus k├Ânnen Sie die Geldw├Ąsche-Verdachtsanzeigen in den F├Ąllen des ┬ž 11 GwG auch an die zust├Ąndige Bundesberufskammer schicken.

Hinweise: Ein ausf├╝hrlicheres Formular "Verdachtsmeldung nach ┬ž 11 Geldw├Ąschegesetz" steht Ihnen unter der Seite der Sicherheitspartnerschaft M-V zur Verf├╝gung.

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