Fahrlehrerlaubnis Erteilung mit Berufsqualifikation aus dem Ausland

Die T├Ątigkeit als Fahrlehrer oder Fahrlehrerin ist in Deutschland reglementiert. Das bedeutet: Damit Sie in diesem Beruf arbeiten d├╝rfen, brauchen Sie eine Fahrlehrerlaubnis. Nur mit dieser Erlaubnis d├╝rfen Sie Personen zum F├╝hren von Fahrzeugen ausbilden.

Auch mit einer Berufsqualifikation aus dem Ausland k├Ânnen Sie die Fahrlehrerlaubnis erhalten. Daf├╝r m├╝ssen Sie Ihre ausl├Ąndische Berufsqualifikation anerkennen lassen. Im Anerkennungs-Verfahren vergleicht die zust├Ąndige Stelle (eine Beh├Ârde) Ihre Berufsqualifikation aus dem Ausland mit der deutschen Berufsqualifikation und pr├╝ft die Gleichwertigkeit. Die Gleichwertigkeit der Berufsqualifikation ist eine wichtige Voraussetzung f├╝r die Erteilung der Fahrlehrerlaubnis.

Neben der Gleichwertigkeit der Berufsqualifikation m├╝ssen Sie noch weitere Voraussetzungen f├╝r die Erteilung der Fahrlehrerlaubnis erf├╝llen.

Es ist irrelevant, welche Staatsangeh├Ârigkeit Sie besitzen oder in welchem Land Sie Ihre Berufsqualifikation erworben haben.

Sie k├Ânnen den Antrag auch aus dem Ausland stellen.

Was gilt es zu beachten?

  • Sie verf├╝gen ├╝ber eine Berufsqualifikation als Fahrlehrer oder Fahrlehrerin aus dem Ausland.
  • Sie sind mindestens 21 Jahre alt.
  • Sie sind geistig und k├Ârperlich geeignet.
  • Sie sind fachlich und p├Ądagogisch geeignet.
  • Sie haben eine g├╝ltige Fahrerlaubnis.
  • Sie haben nicht gegen die Anforderungen an Fahrlehrer oder Fahrlehrerinnen versto├čen.
  • Sie verf├╝gen ├╝ber die notwendigen Deutschkenntnisse, um Fahrsch├╝ler zu unterrichten.
  • Sie wollen in Deutschland in dem Beruf arbeiten.

Erforderliche Unterlagen

Die zust├Ąndige Stelle teilt Ihnen mit, welche Unterlagen Sie einreichen m├╝ssen. Wichtige Unterlagen sind generell:

  • Identit├Ątsnachweis (Personalausweis oder Reisepass)
  • amtlich beglaubigte Kopie Ihres Qualifikationsnachweises ├╝ber die Arbeit als Fahrlehrer oder Fahrlehrerin
  • g├╝ltige Fahrerlaubnis f├╝r die entsprechenden Fahrerlaubnisklassen
  • Wenn die Arbeit als Fahrlehrer oder Fahrlehrerin in Ihrem Heimatstaat nicht reglementiert ist: Eine Bescheinigung, dass Sie in den letzten 10 Jahren mindestens 2 Jahre als Fahrlehrer oder Fahrlehrerin gearbeitet haben
  • Nachweis ├╝ber Ihre pers├Ânliche Zuverl├Ąssigkeit. Dieser Nachweis muss von einer Beh├Ârde aus dem Staat Ihrer Berufsqualifikation sein. Das kann ein Strafregisterauszug oder ein Certificate of Good Standing sein. (Der Nachweis soll bei Antragstellung maximal 3 Monate alt sein.)
  • Nachweis Ihrer geistigen und k├Ârperlichen Gesundheit aus dem Staat Ihrer Berufsqualifikation. Der Nachweis muss belegen, dass Sie f├╝r die Arbeit als Fahrlehrer geeignet sind. (Der Nachweis soll bei Antragstellung maximal 3 Monate alt sein.)

Es kann sein, dass Ihr Heimatstaat die Nachweise ├╝ber Ihre pers├Ânliche Zuverl├Ąssigkeit oder Ihre geistige und k├Ârperliche Gesundheit nicht ausstellen kann. Dann k├Ânnen Sie diese Unterlagen durch eine Versicherung an Eides statt ersetzen. Die zust├Ąndige Stelle informiert Sie dar├╝ber.

Die zust├Ąndige Stelle teilt Ihnen mit, welche Dokumente Sie im Original oder als Kopie einreichen m├╝ssen. Wenn Ihre Unterlagen nicht in deutscher Sprache vorliegen, m├╝ssen Sie deutsche ├ťbersetzungen von Ihren Unterlagen einreichen. Die ├ťbersetzungen m├╝ssen von ├ťbersetzerinnen und ├ťbersetzern gemacht werden, die ├Âffentlich bestellt oder erm├Ąchtigt sind.

Kosten

Die zust├Ąndige Stelle informiert Sie ├╝ber die Kosten. Die Kosten h├Ąngen generell von dem Aufwand f├╝r die Bearbeitung ab.

Zus├Ątzlich k├Ânnen weitere Kosten entstehen (z.B. f├╝r ├ťbersetzungen und Beglaubigungen). Diese Kosten sind individuell unterschiedlich.

Die Erteilung der Fahrlehrerlaubnis und eines Fahrlehrerscheins kostet EUR 40,90.

Fristen

Keine.

Manchmal fehlen noch Unterlagen im Verfahren. Die zust├Ąndige Stelle informiert Sie dann, bis wann Sie die Unterlagen nachreichen m├╝ssen.

Weitere Informationen

Verfahrensablauf

  • Sie stellen einen  ÔÇ×Antrag auf Erteilung der FahrlehrerlaubnisÔÇť bei der zust├Ąndigen Stelle.
  • Bei Berufsqualifikationen aus EU/EWR/Schweiz: Den Antrag und die Dokumente k├Ânnen Sie direkt bei der zust├Ąndigen Stelle einreichen oder bei dem Einheitlichen Ansprechpartner. ├ťber den Einheitlichen Ansprechpartner k├Ânnen Sie den Antrag auch elektronisch einreichen.
  • Die zust├Ąndige Stelle pr├╝ft dann, ob Sie alle Voraussetzungen erf├╝llen. Eine wichtige Voraussetzung ist die Berufsqualifikation.
  • Die zust├Ąndige Stelle vergleicht dann Ihre Berufsqualifikation aus dem Ausland mit der deutschen Berufsqualifikation und pr├╝ft die Gleichwertigkeit. Wenn Ihre Berufsqualifikation gleichwertig ist, wird sie anerkannt. Sie m├╝ssen noch die weiteren Voraussetzungen erf├╝llen und Ihre Sprachkenntnisse nachweisen.  Dann erhalten Sie die Fahrlehrerlaubnis als schriftliches Dokument.
  • Wenn Ihre Berufsqualifikation nicht gleichwertig ist, wird sie nicht anerkannt. Sie erhalten dann einen schriftlichen Bescheid ├╝ber die Unterschiede Ihrer Berufsqualifikation.
  • Wenn Ihre Berufsqualifikation nicht gleichwertig ist, k├Ânnen Sie zwischen einer Eignungspr├╝fung und einem Anpassungslehrgang w├Ąhlen, um damit die Unterschiede auszugleichen.
  • In der Eignungspr├╝fung werden nur die Unterschiede gepr├╝ft, die die zust├Ąndige Stelle festgestellt hat. Die Eignungspr├╝fung besteht aus einer schriftlichen und m├╝ndlichen Pr├╝fung. Sie m├╝ssen auch Lehrproben im theoretischen und fahrpraktischen Unterricht abhalten.
  • Der Anpassungslehrgang ist eine praktische Nachqualifizierung und dauert maximal 3 Jahre. Im Anpassungslehrgang m├╝ssen Sie schriftliche ├ťbungsarbeiten anfertigen sowie theoretischen und praktischen Unterricht geben.
  • Wenn Sie den Anpassungslehrgang absolvieren oder die Eignungspr├╝fung bestehen (und alle weiteren Voraussetzungen erf├╝llen) erhalten Sie die Fahrlehrerlaubnis als schriftliches Dokument.
  • Gegen den Bescheid der zust├Ąndigen Stelle k├Ânnen Sie rechtlich vorgehen. Die Entscheidung wird dann ├╝berpr├╝ft. Details dazu stehen in der Rechtsbehelfsbelehrung am Ende Ihres Bescheides. Wir empfehlen Ihnen: Sprechen Sie zuerst mit der zust├Ąndigen Stelle, bevor Sie rechtlich gegen die Entscheidung vorgehen.

Bearbeitungsdauer

Die zust├Ąndige Stelle best├Ątigt Ihnen nach maximal einem Monat, dass Ihre Unterlagen angekommen sind. Die zust├Ąndige Stelle teilt Ihnen auch mit, ob Unterlagen fehlen.

Wenn die Unterlagen vollst├Ąndig sind, dauert das Verfahren maximal 3 Monate. In Einzelf├Ąllen kann die zust├Ąndige Stelle das Verfahren um einen Monat verl├Ąngern.

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