Erbschein einziehen

Stellt sich nach Erteilung des Erbscheins heraus, dass die Voraussetzungen entweder von Anfang an nicht gegeben waren oder sp├Ąter weggefallen sind, muss der Erbschein von Amts wegen eingezogen werden. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn die Angaben ├╝ber die H├Âhe der Erbteile fehlerhaft eingetragen wurden.

Was gilt es zu beachten?

Rechtsgrundlagen

  • ┬ž 2361 B├╝rgerliches Gesetzbuch - BGB - (Einziehung oder Kraftloserkl├Ąrung
    des unrichtigen Erbscheins)
  • ┬ž 40 Gerichts- und Notarkostengesetz - GNotKG - (Erbschein u. a.) sowie die
  • Anlage 1 zu ┬ž 3 Abs. 2 Gerichts- und Notarkostengesetz - GNotKG (Kostenverzeichnis, Nr. 12215)
  • ┬ž 353 Gesetz ├╝ber das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten
    der freiwilligen Gerichtsbarkeit - FamFG - (Einziehung oder Kraftloserkl├Ąrung
    von Erbscheinen)

Kosten

Wenn der Erbschein eingezogen oder f├╝r kraftlos erkl├Ąrt wird, bel├Ąuft sich die Geb├╝hr auf die H├Ąlfte der sogenannten vollen Geb├╝hr. Diese richtet sich nach dem Gegenstandswert des Nachlasses. Der Mindestbetrag ist jedoch 15 Euro (Obergrenze 400 Euro).

Weitere Informationen

Verfahrensablauf

Liegen Zweifel an der Richtigkeit des Erbscheins vor, stellt das Nachlassgericht von Amts wegen die notwendigen Ermittlungen an. Die Einziehung eines Erbscheins kann auch formlos von Ihnen angeregt werden, wenn Sie durch einen unrichtigen Erbschein beeintr├Ąchtigt werden. Stellt sich die Erteilung des Erbscheins als unrichtig heraus, zieht das Nachlassgericht diesen ein. Kann der Erbschein nicht sofort eingezogen werden, wird er f├╝r kraftlos erkl├Ąrt. Dies wird ├Âffentlich bekannt gegeben. Nach Ablauf eines Monats wird die Kraftloserkl├Ąrung wirksam.

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