Betreuungsverf├╝gung

Sofern Sie f├╝r die Erledigung Ihrer Angelegenheiten eines Betreuers bed├╝rfen, h├Ârt Sie das Gericht im Rahmen des Betreuungsverfahrens auch zu der Frage an, wen Sie als Betreuer w├╝nschen. Falls Sie sich nicht mehr ├Ąu├čern k├Ânnen, hat das Gericht W├╝nsche, die Sie zuvor festgelegt haben, zu ber├╝cksichtigen.

F├╝r diesen Fall k├Ânnen Sie eine schriftliche vorsorgende Verf├╝gung f├╝r den Betreuungsfall, auch "Betreuungsverf├╝gung" genannt, treffen. Sie k├Ânnen darin bestimmen, wer Ihr Betreuer werden soll. Sie k├Ânnen auch festlegen, wer keinesfalls als Betreuer in Betracht gezogen werden soll.

Neben etwaigen W├╝nschen zur Person des Betreuers haben Sie die M├Âglichkeit, in einer Betreuungsverf├╝gung weitere Vorgaben f├╝r einen sp├Ąteren Betreuungsfall zu regeln. Sie k├Ânnen beispielsweise Anordnungen zu folgenden Fragen treffen:

M├Âchte ich meinen Lebensstandard im Betreuungsfall beibehalten? Soll dazu notfalls mein Verm├Âgen aufgebraucht werden?
M├Âchte ich, sollte eine Heimaufnahme erforderlich werden, in einem bestimmten Heim wohnen?
Von wem m├Âchte ich im Falle einer Pflegebed├╝rftigkeit versorgt werden?

Dieses sind nur Anregungen. Entscheidend ist ihre individuelle Situation.

Hinweis: Die Betreuungsverf├╝gung sollte aus Beweisgr├╝nden schriftlich abgefasst und von Ihnen mit Ort und Datum unterschrieben werden.

Jeder, der eine von einer anderen Person verfasste Betreuungsverf├╝gung besitzt, ist verpflichtet, sie an das Betreuungsgericht abzuliefern, nachdem er von der Einleitung eines Verfahrens ├╝ber die Bestellung eines Betreuers Kenntnis erlangt hat. Betreuungsverf├╝gungen k├Ânnen gegen eine geringe Geb├╝hr beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registriert werden.

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