Baumf├Ąllgenehmigung - Erteilung auf privatem Grund

Sie m├Âchten auf Ihrem Grundst├╝ck einen Baum f├Ąllen?

In manchen Gemeinden Deutschlands unterliegen B├Ąume einer Baumschutzsatzung. Dar├╝ber hinaus gibt es in bestimmten Bundesl├Ąndern einen gesetzlichen Baumschutz (z.B. in Mecklenburg-Vorpommern) sowie einen speziell im Landesnaturschutzrecht verankerten Alleenschutz (z.B. in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen). Das F├Ąllen eines Baumes ist dabei nur unter bestimmten Umst├Ąnden erlaubt, denn B├Ąume produzieren lebensnotwendigen Sauerstoff, dienen der Klimaverbesserung, sind Filter von Staub und Schadstoffen und sorgen f├╝r Luftfeuchtigkeit und -bewegung. Sie bieten Lebensraum f├╝r die unterschiedlichsten Tiere und Pflanzen, beleben und gliedern das Stadt- bzw. Ortsbild und d├Ąmpfen dabei den L├Ąrm. Zur Sicherung des Baumbestandes bedarf es deshalb insbesondere in stark besiedelten R├Ąumen und entlang von Stra├čen und Wegen mitunter eines besonderen Schutzes.

Um diesen Schutz zu gew├Ąhrleisten, haben einige Gemeinden eine Baumschutzsatzung erlassen, die Genehmigungsverfahren f├╝r Ausnahmen und Befreiungen regelt und festlegt, welche welche B├Ąume somit unter die Schutzbestimmungen fallen.

Mecklenburg-Vorpommern verf├╝gt dar├╝ber hinaus ├╝ber spezielle gesetzliche Regelungen zum Schutz von Alleen und einseitigen Baumreihen an ├Âffentlichen oder privaten Verkehrsfl├Ąchen und Feldwegen. Die Beseitigung von Alleen oder einseitigen Baumreihen sowie alle Handlungen, die zu deren Zerst├Ârung, Besch├Ądigung oder nachteiligen Ver├Ąnderung f├╝hren k├Ânnen, sind verboten. Um den Alleenbestand nachhaltig zu sichern, sind rechtzeitig Neuanpflanzungen vorzunehmen. 

Ebenso sind B├Ąume mit einem Stammumfang von mindestens 100 Zentimetern, gemessen in einer H├Âhe von 1,30 m ├╝ber dem Erdboden, gesetzlich gesch├╝tzt. Dazu gibt es aber bestimmte Ausnahmen. Beispielsweise sind B├Ąume in Kleingartenanlagen und im Wald oder Obstb├Ąume (mit Ausnahme von Walnuss und Esskastanie) gesetzlich nicht gesch├╝tzt.

Naturnahe Feldgeh├Âlze und Feldhecken haben h├Ąufig Baumbest├Ąnde. Auch unabh├Ąngig davon sind sie gesetzlich gesch├╝tzte Biotope. Ma├čnahmen, die z.B. zu einer Zerst├Ârung, Besch├Ądigung oder Ver├Ąnderung des charakteristischen Zustandes f├╝hren, sind unzul├Ąssig.

Die Beseitigung oder nachhaltige oder erhebliche Sch├Ądigung von Baumreihen stellt einen Engriff in Natur und Landschaft dar.

Ausnahmegenehmigungen sind jeweils m├Âglich (siehe unten).

Spezielle Hinweise f├╝r - kreisfreie Stadt Rostock, Hanse- und Universit├Ątsstadt

In der Hansestadt Rostock ist der Baumschutz in der Baumschutzsatzung (siehe Button Rechtsgrundlagen) geregelt. Weiterhin ist der Baumschutz seit 2006 auch im Naturschutzrecht des Landes Mecklenburg-Vorpommern verankert.

Gesch├╝tzt sind danach alle B├Ąume mit einem Stammumfang von mindestens 0,50 Metern, bei Obstb├Ąumen mindestens 0,80 Metern; gemessen in 1,30 Meter H├Âhe ├╝ber dem Erdboden oder unterhalb des Kronenansatzes, sofern dieser unter 1,30 Meter H├Âhe liegt.

Walnussb├Ąume und Esskastanien z├Ąhlen nicht als Obstb├Ąume. Gesch├╝tzt sind mehrst├Ąmmige B├Ąume, sofern die Summe der Stammumf├Ąnge von zwei Einzelst├Ąmmen mindestens 0,50 Meter betr├Ągt.

Alleen und Baumreihen an Stra├čen und Wegen sind nach Naturschutzausf├╝hrungsgesetz M-V gesch├╝tzt.

F├Ąllantr├Ąge sind schriftlich und mit eigenh├Ąndiger Unterschrift zu stellen. Ein Antrag per E-Mail ist nicht zul├Ąssig. Neben den Angaben zum betroffenen Baum sind eine Begr├╝ndung und eine Lageskizze anzugeben. Das Muster f├╝r den F├Ąllantrag k├Ânnen Sie bei Bedarf verwenden. Bei Bauvorhaben ist jedoch eine umfangreichere Darstellung nach ┬ž 7 der Baumschutzsatzung im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens gefordert. Zu Ihrer Information steht der Text der Baumschutzsatzung unter dem Button Rechtsgrundlagen als Download zur Verf├╝gung.

F├╝r Fragen zum Baumschutz im Zusammenhang mit der Verlegung von Leitungen aller Art gibt es ein Hinweisblatt Leitungsverlegung.

 

 

Zust├Ąndige Stelle

Team Stadtb├Ąume

Am Westfriedhof 2
18059 Rostock, Hansestadt

Fahrplanauskunft

Nicht Rollstuhlgerecht Kein Fahrstuhl

Ansprechpartner

Mitarbeiter/in
Sachbearbeiter

+49 381 381-8520+49 381 381-8520
+49 381 381-8591
E-Mail senden

├ľffnungszeiten

Dienstag 09:00 - 12:00 Uhr und 13:30 - 18:00 Uhr

Donnerstag 09:00 - 12:00 Uhr und 13:30 - 16:00 Uhr

Achtung:

Die andauernde Corona-Pandemie zwingt uns weiterhin zur Kontaktreduzierung. Die Ämter stehen für telefonische Auskünfte aber auch Videoschaltungen zur Verfügung.

Was gilt es zu beachten?

Rechtsgrundlagen

Baumschutz kann auf der Grundlage des ┬ž 29 des Bundesnaturschutzgesetzes f├╝r ein Bundesland oder f├╝r Teile eines Bundeslandes oder Stadtgebietes den gesamten Bestand an Alleen, einseitigen Baumreihen, Baumgruppen, Einzelb├Ąumen, Feldgeh├Âlzen und Hecken (im Regelfall Feldhecken) umfassen.

Nach jeweiligem Landesrecht richtet sich die Rechtsform bei kommunalen Baumschutzregelungen (Verordnung oder Satzung) sowie die entsprechenden (Ausnahmegenehmigungs-)Verfahren. Die Struktur der Rechtsform (Verbote, Gebote, Ausnahmen und Befreiungen) erlaubt eine Einzelfallpr├╝fung.

Ausgleichs- oder Ersatzma├čnahmen oder eine Ersatzzahlung werden im Regelfall festgelegt.

F├╝r M-V gilt das Naturschutzausf├╝hrungsgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 23. Februar 2010 (GVOBl. MV 2010 S. 66).

Spezielle Hinweise f├╝r - kreisfreie Stadt Rostock, Hanse- und Universit├Ątsstadt

Naturschutzausf├╝hrungsgesetz (NatSchAG) M-V (Lesefassung)

Baumschutzsatzung der Hansestadt Rostock

Baumschutzsatzung der Hansestadt Rostock (Anlagen)

 

Erforderliche Unterlagen

Hilfreich sind immer genaue Angaben zum Baum bzw. Baumbestand wie z.B. genauer Standort, Eigent├╝mer, Art, H├Âhe, Durchmesser, Sch├Ąden im Kronen- und Stammbereich (sofern erkennbar), unmittelbare Umgebung des Baumes. Eine derartige Beschreibung sollte mittels aktueller Fotos erg├Ąnzt werden.

Kosten

Die H├Âhe der Geb├╝hren richtet sich z.B. in M-V nach dem Einzelfall und liegt im Rahmen von 22 bis zu 1.800 Euro.

Ma├čgebend ist die "Kostenverordnung f├╝r Amtshandlungen beim Vollzug der Naturschutzgesetze" vom 11. Juni 2011 (GVOBl. M-V 2011, S. 420).

Fristen

Die f├╝r eine Entscheidung zur Baumf├Ąllung oder ÔÇôpflege notwendigen Unterlagen sollten rechtzeitig, regelm├Ą├čig jedoch einen Monat vorher, eingereicht werden.

Grunds├Ątzlich ist es nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, B├Ąume, die au├čerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder g├Ąrtnerisch genutzten Grundfl├Ąchen stehen, Hecken, lebende Z├Ąune, Geb├╝sche und andere Geh├Âlze in der Zeit vom 01. M├Ąrz bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zul├Ąssig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von B├Ąumen.

Weitere Informationen

Weiterf├╝hrende Informationen

Spezielle Hinweise f├╝r - kreisfreie Stadt Rostock, Hanse- und Universit├Ątsstadt

F├╝r die Realisierung zul├Ąssiger Bauvorhaben d├╝rfen Geh├Âlze soweit notwendig in geringf├╝gigem Umfang beseitigt werden.
Geh├Âlzschnittma├čnahmen d├╝rfen aber nicht zu einer erheblichen St├Ârung von Bruten der Singv├Âgel f├╝hren. Die Verbrennung von Gr├╝nschnitt ist in der Hansestadt Rostock verboten.

Wie gehen wir mit unseren B├Ąumen um - Eine kurze Anleitung

Liste Naturdenkmale (ohne Rostocker Heide)

 

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