Ausschlagung der Erbschaft

Sind Sie aufgrund gesetzlicher Erbfolge oder aufgrund eines Testaments oder Erbvertrags Erbe oder Miterbe, m├╝ssen Sie sich ├╝berlegen, ob Sie die Erbschaft annehmen oder ausschlagen. Hierbei sind vor allem Haftungsfragen abzuw├Ągen. Haben Sie sich entschlossen, die Erbschaft nicht anzunehmen, m├╝ssen Sie in der Regel innerhalb von sechs Wochen die Ausschlagung der Erbschaft erkl├Ąren.

Was gilt es zu beachten?

Kosten

F├╝r die Entgegennahme der Ausschlagungserkl├Ąrung f├Ąllt eine Geb├╝hr an. Deren Gesch├Ąftswert bemisst sich nach dem Wert der ausgeschlagenen Erbschaft (nach Abzug der Schulden). Die Geb├╝hr betr├Ągt mindestens 15 Euro.

Fristen

Die Ausschlagungsfrist betr├Ągt in der Regel sechs Wochen. Sie beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem Sie Kenntnis von dem Anfall und dem Berufungsgrund der Erbschaft erlangt haben. Berufungsgrund kann die gesetzliche Erbfolge oder eine letztwillige Verf├╝gung sein. Ist der Erbe durch eine letztwillige Verf├╝gung berufen, beginnt die Frist aber nicht vor Bekanntgabe der Verf├╝gung von Todes wegen durch das Nachlassgericht.

Hinweis: Wenn der Erblasser allerdings seinen letzten Wohnsitz nur im Ausland gehabt oder wenn sich der Erbe bei Beginn der Frist im Ausland aufgehalten hat, betr├Ągt die Ausschlagungsfrist sechs Monate.

Weitere Informationen

Verfahrensablauf

Die Ausschlagung muss gegen├╝ber dem zust├Ąndigen Nachlassgericht erkl├Ąrt werden. Die Erkl├Ąrung muss entweder zur Niederschrift des Nachlassgerichts oder in ├Âffentlich beglaubigter Form abgegeben werden. Ein formloser Brief an das Nachlassgericht gen├╝gt nicht.

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