Anerkennung der Eignung eines Vereins als Vormund

F├╝r die ├ťbernahme einer Vormundschaft durch einen Verein bedarf dieser der Erlaubnis durch das Landesjugendamt.

Was gilt es zu beachten?

Ein eingetragener, rechtsf├Ąhiger Verein erh├Ąlt die Erlaubnis zur ├ťbernahme einer Vormundschaft, wenn er

  • eine ausreichende Zahl geeigneter Mitarbeiter hat und diese beaufsichtigt, weiterbildet und gegen Sch├Ąden, die diese anderen im Rahmen ihrer T├Ątigkeit zuf├╝gen k├Ânnen, angemessen versichert,
  • sich planm├Ą├čig um die Gewinnung von Einzelvorm├╝ndern und Einzelpflegern bem├╝ht und sie in ihre Aufgaben einf├╝hrt, fortbildet und ber├Ąt,
  • einen Erfahrungsaustausch zwischen den Mitarbeitern erm├Âglicht.

Rechtsgrundlagen

  • ┬ž 54 Sozialgesetzbuch VIII (SGB) (Erlaubnis zur ├ťbernahme von Vereinsvormundschaften)
  • ┬ž 20 Abs. 1 des Gesetzes ├╝ber die Zuordnung von Aufgaben - Aufgabenzuordnungsgesetz (AufgZuordG M-V) vom 12. Juli 2010 (GVOBl. M-V 2010, S. 383)

Erforderliche Unterlagen

  • Nachweis der Eintragung des Vereins
  • Satzung
  • Anzahl und Ausbildung der Mitarbeiter
  • Anzahl der Wohnpl├Ątze
  • Nachweis ├╝ber den Abschluss einer angemessenen Versicherung gem. ┬ž 54 Abs. 2 Nr. 1 SGB VIII
  • Nachweis bzw. Planung der Vorbereitung und Fortbildung der Mitarbeiter sowie der Gewinnung von Einzelvorm├╝ndern

Weitere Informationen

Verfahrensablauf

Für die Anerkennung des Vereins bedarf es eines Antrages. Das Landesjugendamt prüft als Landesjugendamt prüft das Vorliegen der Voraussetzungen und erteilt die Erlaubnis.

Die Erlaubnis kann befristet oder an weitere Auflagen gebunden sein. Die Erlaubnis gilt f├╝r das jeweilige Bundesland, in dem der Verein seinen Sitz hat.
Die Erlaubnis kann auf den Bereich eines Landesjugendamts beschr├Ąnkt werden.

N├Ąheres zum Verfahren und zu den Voraussetzungen sollte ggf. beim Landesjugendamt erfragt werden.

Das Landesjugendamt unterrichtet die zust├Ąndigen Jugend├Ąmter und Amtsgerichte ├╝ber seine Entscheidung.

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