Amtliche Beglaubigung von Unterschriften

Ben├Âtigen Sie die Beglaubigung Ihrer Unterschrift, beispielsweise auf einer Vollmacht? Mit der amtlichen Beglaubigung wird best├Ątigt, dass Sie selbst die Unterschrift geleistet haben.

Grunds├Ątzlich ist die Amtsverwaltung - bei Amtsfreiheit die Gemeindeverwaltung - Ihres Wohnortes f├╝r die amtliche Beglaubigung einer Unterschrift zust├Ąndig, wenn das unterzeichnete Schriftst├╝ck

  • zur Vorlage bei einer deutschen Beh├Ârde ben├Âtigt oder
  • aufgrund einer Rechtsvorschrift bei einer sonstigen Stelle vorzulegen ist.

Dies gilt auch f├╝r Handzeichen, das hei├čt aus Buchstaben oder sonstigen Symbolen bestehende Zeichen von Personen, die nicht schreiben k├Ânnen.

Sie k├Ânnen sich aber auch f├╝r die Beglaubigung an jeden Notar wenden. Adressen der Notare in Deutschland finden Sie bei der Bundesnotarkammer.

Besonderheiten gelten f├╝r:

  • Unterschriften, die der ├Âffentlichen Beglaubigung bed├╝rfen (Willenserkl├Ąrungen oder Erkl├Ąrungen verfahrensrechtlichen Inhalts). Dazu geh├Âren zum Beispiel die Anmeldung zum Vereinsregister oder Anmeldungen zur Eintragung im Handelsregister. Hier wird die Erkl├Ąrung schriftlich abgefasst und die Unterschrift des Erkl├Ąrenden von einem Notar beglaubigt.
  • Unterschriftsbeglaubigungen, die zur Vorlage bei einer ausl├Ąndischen Beh├Ârde oder Stelle bestimmt sind. Sie bleiben Notaren vorbehalten.
  • Unterschriftsbeglaubigungen auf Verpflichtungserkl├Ąrungen f├╝r (Besuchs-)Einreisen und weitere Aufenthalte von Ausl├Ąndern. Sie sind ausschlie├člich den Ausl├Ąnderbeh├Ârden vorbehalten.

Zust├Ąndige Stelle

Was gilt es zu beachten?

Rechtsgrundlagen

  • ┬ž 34 Landesverwaltungsverfahrensgesetz (LVwVfG)
  • Landesverordnung zur Bestimmung der zu Beglaubigungen befugten Beh├Ârden
  • Verordnung ├╝ber Kosten im Gesch├Ąftsbereich des Innenministeriums (KostVO IM M-V)
  • ┬ž 129 B├╝rgerliches Gesetzbuch (BGB)
  • ┬ž 40 Beurkundungsgesetz
  • Gerichts- und Notarkostengesetz - GNotKG -
  • ┬ž┬ž 66 - 68 Aufenthaltsgesetz (AufenthG), ┬ž 47 Absatz 1 Nr. 12 Aufenthaltsverordnung (AufenthV)

Erforderliche Unterlagen

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Originalschriftst├╝ck (Ausnahme: Verpflichtungserkl├Ąrungen, s.o. unter "Verfahrensablauf")

Kosten

Die Beglaubigung ist eine kostenpflichtige Amtshandlung. Die H├Âhe der Geb├╝hr richtet sich nach der Geb├╝hrenordnung, die f├╝r die beglaubigende Stelle gilt. F├╝r Beglaubigungen durch die Amtsverwaltungen bzw. amtsfreien Gemeinden ist die Kostenverordnung im Gesch├Ąftsbereich des Innenministeriums in der jeweils g├╝ltigen Fassung ma├čgebend. Die Geb├╝hr eines Notars richtet sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz. Die Geb├╝hr f├╝r eine Verpflichtungserkl├Ąrung richtet sich nach der Aufenthaltsverordnung.

Weitere Informationen

Verfahrensablauf

Unterschriften und Handzeichen d├╝rfen von der zust├Ąndigen Stelle in der Regel nur beglaubigt werden, wenn sie in Gegenwart des beglaubigenden Mitarbeiters vollzogen oder anerkannt werden. Deshalb m├╝ssen Sie pers├Ânlich das entsprechende Schriftst├╝ck, auf dem Sie die Unterschrift geleistet haben oder auf dem die Unterschrift geleistet werden soll, vorlegen und einen Personalausweis oder Reisepass vorzeigen, damit Ihre Identit├Ąt festgestellt werden kann. Dann m├╝ssen Sie das Schriftst├╝ck in Gegenwart des Mitarbeiters unterschreiben oder die Unterschrift als Ihre anerkennen. Anschlie├čend wird ein Beglaubigungsvermerk angebracht.

Besonderheiten gelten bei der Beglaubigung der Zeichnung einer Namensunterschrift, die zur Aufbewahrung beim Gericht bestimmt ist, durch den Notar: Hier muss die Zeichnung in Gegenwart des Notars vollzogen werden; dies wird in dem Beglaubigungsvermerk festgehalten.

Besonderheiten gelten auch f├╝r die bundeseinheitlichen Vordrucke f├╝r Verpflichtungserkl├Ąrungen f├╝r den Aufenthalt von Ausl├Ąndern: Sie sind nur bei den kommunalen Ausl├Ąnderbeh├Ârden erh├Ąltlich und m├╝ssen vor Ort ausgef├╝llt und unterzeichnet werden; sie werden nicht an den Unterzeichner zur Mitnahme ausgegeben. F├╝r n├Ąhere Informationen wenden Sie sich bitte an die zust├Ąndige Ausl├Ąnderbeh├Ârde.

Der Beglaubigungsvermerk enth├Ąlt:

  • Best├Ątigung, dass die Unterschrift echt ist
  • genaue Bezeichnung desjenigen, dessen Unterschrift beglaubigt wird
  • Angabe, ob sich der f├╝r die Beglaubigung zust├Ąndige Bedienstete Gewissheit ├╝ber diese Person verschafft hat und ob die Unterschrift in seiner Gegenwart vollzogen oder anerkannt worden ist
  • Hinweis, dass die Beglaubigung nur zur Vorlage bei der angegebenen Beh├Ârde oder Stelle bestimmt ist
  • Ort und Tag der Beglaubigung
  • Unterschrift des f├╝r die Beglaubigung zust├Ąndigen Bediensteten und
  • Dienstsiegel
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