Original Lehment Rostocker

Die Marke Original Lehment Rostocker und ihre Geschichte reicht weit über 200 Jahre zurück. Die Originale sind seit jeher fest verwurzelt mit der Heimatstadt Rostock und verdanken ihren nordischen Charakter dem Rostocker Temperament.

Die Geschichte der Marke

LikörfabrikSchon im Jahre 1787 wurde eine Kornbrennerei am Westausgang der Stadt Rostock, am Kröpeliner Tor, gegründet. 1864 war es dann der junge und engagierte Kaufmann Conrad Lehment, der diese Brennerei kaufte und somit die Geburtsstätte des Original Lehment Rostocker Doppel-Kümmels gründete.

Mit seinem wertvollen Doppel-Kümmel nahm Conrad Lehment 1873 an der Weltausstellung in Wien teil und nur 3 Jahre später reiste er in die USA, um seine Spirituosen auch dem internationalen Markt zu präsentieren. Bei der stetigen Aufwärtsentwicklung konnte es nicht ausbleiben, dass die vorhandenen Räume zu eng wurden.

Im Jahre 1883 wurde das Grundstück Kröpeliner Straße 28 erworben. Das zu diesem Grundstück gehörende große Gartengelände gab die nötige Bewegungsfreiheit und so wurde der Bau einer Kornspiritusreinigungsanstalt in Angriff genommen. Nach dem Kauf einiger weiterer Grundstücke in der Kuhstraße um die Jahrhundertwende konnte ein großzügiger Fabrikbau für die Likörfabrik und Destillation errichtet werden.

Die Tatkraft des Gründers, der seit 1894 von seinem Sohn Ernst Lehment unterstützt wurde, machte die Firma weit über die engere Heimatstadt Rostock hinaus bekannt. Im Jahre 1907 wurde auch die auf der gegenüberliegenden Seite der Kröpeliner Straße liegende Brennerei erworben und dem eigenen Betrieb angegliedert.

Rostocker Studenten aus der Zeit erinnern sich noch gern des Hexameters „Incidit in Capobum, qui vult vitare Lehmenten“, durch den angedeutet wurde, dass damals zu einem Gang durch die Kröpeliner Straße unbedingt ein Rostocker Doppel-Kümmel gehörte.

Original Lehment Rostocker

1964: 100-jähriges Bestehen Original Lehment Rostocker Doppel-KümmelAm 1. Oktober 1939 feierte die Firma Conrad Lehment 75-jähriges Bestehen. Nachdem der tatkräftige Ernst Lehment sein Amt niedergelegt hatte, blieb die Firma in Familienbesitz, denn ab diesem Zeitpunkt wurde sie von seinem Sohn, Dr. Hartwig Lehment übernommen und weitergeführt.

Doch die Brennerei litt an den Folgen des 2. Weltkrieges. Die komplette Rostocker Altstadt wurde zerstört und damit auch die so wertvolle Kornbrennerei von Begründer Conrad Lehment. In dieser harten Zeit wurde die Produktion komplett eingestellt und das Rezept erschien wertlos.

Die Firma wurde in den nächsten Jahren mühevoll wieder aufgebaut und da der Geschäftsführer, Dr. Hartwig Lehment, an der Front für sein Land kämpfte, setzte er einen Prokuristen ein, der alles daran setzte, den Betrieb vor der russischen Besatzung zu retten. 1949 kehrte Dr. Hartwig Lehment aus dem Krieg zurück nach Rostock und übernahm das Unternehmen wieder.

1952 traf der nächste Rückschlag die Familie Lehment. Das Unternehmen wurde, wie viele andere mittelständische produzierende Privatbetriebe, unter staatliche Treuhand gestellt. Der Grund dafür war ein Wirtschaftsverbrechen gegen das „Gesetz zum Schutz des Volkseigentums und anderen gesellschaftlichen Eigentums“ (VESchG), denn es waren zu viele Korken im Bestand. Daraufhin wurde Dr. Hartwig Lehment inhaftiert. Kurz vor dem 17. Juni 1953 wurde er plötzlich wieder freigelassen und die Anklage zurückgezogen. Somit konnte er das Unternehmen wieder weiterführen.

Sechs Jahre später wurde die Firma gezwungen staatliche Beteiligung aufzunehmen, da sie ansonsten keine ausreichenden Rohstoffe zur Verarbeitung erhielten. In dieser Zeit war der Zwang kein Einzelfall und es ging vielen anderen Betrieben ähnlich.

Betrieb Conrad LehmentDie Herstellung der Spirituosen wurde ab 1968 in der Straße „Großer Katthagen“ fortgeführt, da ein Großteil der Firma einem Hotelneubau weichen musste. Unzählige Bitten, die Firma Lehment komplett an den Stadtrand zu verlegen, wurden vom Staat nicht genehmigt. Zu diesem Zeitpunkt waren 64 Mitarbeiter in dem Unternehmen tätig und die Marke Lehment wuchs stetig weiter.

Nach Vollendung des Studiums für Gärungschemie und Gärungstechnologie trat Conrad-Michael Lehment 1970 als technischer Leiter in die Firma ein. Somit übernahm die 4. Generation der Familie Lehment den Betrieb.

1972 musste plötzlich der Name Lehment aus dem Firmenlogo entfernt werden. Grund dafür war wieder der Staat, der den Betrieb am 13.04.1972 voll verstaatlichte und dem Firmeninhaber somit alle Rechte nahm. Aus der Firma Conrad Lehment wurde dann der Volkseigene Betrieb (VEB) Kornbrand Rostock.

Bauer und Bäuerin in Biestower Tracht1976, zum 65. Geburtstag von Dr. Hartwig Lehment durfte der Doppel-Kümmel seinen bekannten Namen wieder annehmen und „Lehment“ heißen. Conrad-Michael Lehment wurde Betriebsdirektor des VEB Kornbrand Rostock.

Das Getränkekombinat entschied Anfang der 80er Jahre über eine Spirituosenaussiedlung. Dies hatte zur Folge, dass die Brennerei dem VEB Anker Rostock angegliedert wurde und diese Firma die Herstellung und den Vertrieb der Spirituosen übernahm. Conrad-Michael Lehment war gezwungen, all seine Rezepturen an den VEB Anker Rostock zu übergeben. Die Firma Lehment war zu diesem Zeitpunkt lediglich dazu befugt, alkoholfreie Getränke zu produzieren.

Mitte der 80er Jahre wurden alle Firmen der alkoholfreien Industrie im Kreis Rostock unter dem VEB Greifenquell zusammengefasst. Conrad-Michael Lehment wurde Betriebsdirektor dieser Firma, allerdings durfte er lediglich alkoholfreie Getränke herstellen und verkaufen.

In den folgenden Jahren versuchte der VEB Anker Rostock immer wieder den milden Original Lehment Rostocker Doppel-Kümmel herzustellen, jedoch kam man nie an die Qualität des Original Lehment Rostocker Doppel-Kümmels heran, es fehlte das Know-how. Dies lag daran, dass ausschließlich die Familie Lehment das wertvolle Rezept kannte und Dr. Hartwig Lehment und Conrad-Michael Lehment die benötigten Gewürze so bestellt hatten, dass eine Rezepturnachverfolgung nahezu unmöglich wurde.

Anfang der 90er Jahre startete Conrad-Michael Lehment den Versuch, die Firma zu reprivatisieren, sie kauften die Rezepte und Grundstücke zurück. Doch leider war das Rezept ohne eine vollwertige und funktionstüchtige Produktionsstätte wertlos. Die Familie Lehment nahm in den folgenden Jahren Kontakt zur Gräflich von Hardenberg’schen Kornbrennerei auf und übergab die so wertvolle Rezeptur und die „Original Lehment Rostocker“-Lizenz in die Hände des Grafen von Hardenberg. Seit 1994 übernimmt diese traditionsreiche Brennerei den Vertrieb und die Herstellung des Original Lehment Rostocker Doppel-Kümmels. In der Kröpeliner Straße, da wo die Brennerei von Conrad Lehment 1864 errichtet wurde, ist heute ein Kaufhaus, das „Kröpeliner Tor Center“, vorzufinden. 2012 übernahm die Hardenberg-Wilthen AG mit Stammsitz in Nörten-Hardenberg die Marke Original Lehment Rostocker.

Das Markenzeichen ist seit jeher ein Bauernpaar in Biestower Tracht, die den Namen „Mann un Fru“ trugen. Das Ehepaar zog über die Märkte in Mecklenburg-Vorpommern und sie boten schon um das Jahr 1700 eine feine Doppel-Kümmel-Spezialität an. In der Rostocker Gegend war die Biestower Tracht sehr verbreitet, die Männer trugen hohe Stiefel und bauschige Kniehosen, die Frauen setzten im Sommer ein flaches Strohhütchen über die schwarze Scheitelmütze.

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Also: „Wat trink wi nu? Mann un Fru!“

Der Original Lehment Rostocker Doppel-Kümmel spiegelt den klaren Charakter seiner Heimatregion Rostock wider und ist damals wie heute eine feine, nordische Spezialität. Sowohl die Einheimischen als auch die Urlauber der Küsten sind große Fans der „Original Lehment Rostocker“-Spirituosen. Wenn Sie mehr über die Historie und über die „Original Lehment Rostocker“-Produkte erfahren möchten, besuchen Sie uns doch auf unserer Website unter: www.original-lehment.de

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