12:22 Uhr • 03.07.2022

Rund Bornholm startet am Montag

Die seegehenden Yachten starten am Montag (4. Juli) zur Warnemünder-Woche-Langstreckenregatta Rund Bornholm. Die Wetteraussichten versprechen gute Bedingungen für den Weg zur Insel und zurück.

Langstreckenregatta Rund Bornholm
Die Langstreckenregatta Rund Bornholm ist einer der seglerischen Höhepunkte der 84. Warnemünder Woche. © Pepe Hartmann

Rund Bornholm ist eine der wenigen echten Offshore-Regatten der Ostsee. 280 Seemeilen offene See gilt es zu bezwingen. Als Wendemarke dient den Crews die dänische Insel Bornholm, die wahlweise an Back- oder Steuerbord liegengelassen wird, bevor es zurück nach Warnemünde geht. Die Entscheidung, wie herum die Insel passiert wird, hat großen Einfluss auf den weiteren Verlauf des Rennens.

Sollte die Wettervorhersage bis morgen zum ersten Start um 12.05 Uhr Bestand haben, erwartet die Segler Wind aus West um die zwölf Knoten, also raumschots unter Gennaker oder Spinnaker auf dem Hinweg nach Bornholm. Zurück nach Warnemünde wird die Crews voraussichtlich ein Anliegerkurs erwarten. „Ich wünsche mir vor allem, dass die Segler ganz viel Spaß haben, wonach es wettermäßig gerade aussieht“, sagt Laura Kühlewind, Wettfahrtleiterin der Offshore-Regatten. Zuschauern an Land empfiehlt sie „auf die westliche Mole zu gehen. Von dort kann man den Start gut beobachten.“

In den beiden unterschiedlichen Vermessungssystemen ORC und Yardstick haben insgesamt 24 Teams für die Langstreckenregatta gemeldet, zehn in ORC und 14 in Yardstick. In der ORC-Wertung ist nach gesegelter Zeit mit einem Wettstreit der modifizierten Rainbow 42 „Uijuijui 4“ von Friedrich Hausmann (Berlin), der Pogo 44 „Mariejo“ mit Skipper Tobias Brinkmann (Hamburg) und der „Tøsen 2“ einer MAT 1180 von Carl Rasmus Richardsen (Flensburg) zu rechnen. Mit Interesse wird auch die Teilnahme von Marc Eric Siewert und Maurice Ostert beobachtet, die mit Siewerts Mini 650 „Loukkoum'mama“ antreten. Siewert, der für den Hamburger Segel-Club antritt hatte im vergangenen Jahr an der Einhand-Transatlantikregatta Mini Transat teilgenommen. Er gilt als Nachwuchstalent des deutschen Offshore-Profisports.

Der aktuelle Streckenrekord für die 270 Seemeilen beträgt 24 Stunden, 54 Minuten und 23 Sekunden, aufgestellt von der „OSPA“ im Jahr 2019. Das Boot vom Typ Volvo Ocean 60 hat unter dem Namen „SEB“ bereits an der 2001/02 Ausgabe des Volvo Ocean Race teilgenommen. Die „OSPA“ hat ihre Teilnahme an Rund Bornholm angekündigt, ebenso ein zweiter Volvo Ocean Racer, die „Illbruck“. Dieser hat das Volvo Ocean Race um die Welt 2001/2002 als erstes deutsches Schiff gewonnen. Beide Ocean-Racer starten in der Yardstick-Wertung und dürften die aussichtsreichsten Kandidaten auf den Titel „First-Ship-Home“ sein.

Claus Ruhe Madsen, der im vergangenen Jahr als Schirmherr der Warnemünder Woche eine Teilnahme an Rund Bornholm in Aussicht gestellt hatte, segelt nicht mit. Der ehemalige Rostocker Oberbürgermeister hat erst vor wenigen Tagen sein Bürgermeisteramt niedergelegt, um in Schleswig-Holstein das Wirtschaftsministerium zu übernehmen.

Die Siegerehrung von Rund Bornholm findet am Donnerstag, 7. Juli, statt. Im Zuge der Siegerehrung wird auch der WIRO XXL-Cup vergeben, für das Schiff, das die Gesamtwertung aus Mecklenburgischer Bäderregatta und Rund Bornholm gewonnen hat.

Interessierte können die Positionen der Teilnehmer dank des Echtzeit-Trackings der Firma Fleetmon live verfolgen. Dies ist auf der Website der Warnemünder Woche unter www.warnemuender-woche.com/tracking-rund-bornholm zu finden.

Das war das festliche Eröffnungskonzert am Samstagabend

Mit Pauke und Trompeten in die 84. Warnemünder Woche

Studierende der Hochschule für Musik und Theater Rostock (HMT) gestalteten mit einem Konzert in der Evangelisch-lutherischen Kirche Warnemündes den festlich-musikalischen Abschluss des Eröffnungstages der 84. Warnemünder Woche. Nach einer Auftaktrede von Ulrike Döring, Leiterin Büro Warnemünder Woche der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde, stimmten die Musikerinnen und Musiker Stücke bekannter Komponisten aus dem Barock bis hin zur Romantik an.

Ulrike Döring hob in ihrer Eröffnungsrede die Freude über die Rückkehr zu einer Warnemünder Woche mit wieder deutlich umfangreicherem Programm hervor: „Nach einer ausgefallenen Warnemünder Woche und einer sehr reduzierten Veranstaltung in den beiden Vorjahren, kehren wir nun zur gewohnten Vielfalt zurück. Auch dieses Jahr feiern wir keine Superlative. Nach zwei Jahren der Pandemie kommt alles erst langsam wieder in Gang. Aber wir sind froh, dass alle Veranstaltungsteile wieder stattfinden können. So konnten wir heute beispielsweise den beliebten „Niege Ümgang“, der traditionell die Warnemünder Woche eröffnet, erstmals seit 2019 wieder durch den Ort ziehen lassen.“ Neben allen Einschränkungen hätte die Pandemie aber durchaus auch positive Effekte gehabt. „Wir freuen uns auf neun bunte und vielfältige Veranstaltungstage, die sportliches, kulturelles und internationales Flair in den Ort bringen. Und wenn die Pandemie mit all ihren Herausforderungen etwas Gutes hatte, dann doch, dass wir vermeintlich selbstverständliche Dinge wieder neu schätzen lernen: Gemeinsamkeit, Sport und Kultur. Genau das ist es, wofür die Warnemünder Woche immer stand und auch in diesem Jahr steht“, sagte Ulrike Döring und dankte ausdrücklich allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Partnern und Sponsoren, die zum Gelingen der Warnemünder Woche beitragen.

Acht junge Studierende der HMT Rostock präsentierten beim Eröffnungskonzert in der Kirche ein Dutzend Werke bekannter Komponisten, wie Richard Strauss, Johann Sebastian Bach, Richard Wagner und Leonard Bernstein. Erklang die Musik zunächst von der Empore der Kirche herab, so wechselten die Blechbläser im Verlauf des Konzerts ihre Position und musizierten direkt vor der Kulisse des Altars. Mit besonders temperamentvollen Klängen erfüllte die Arie „Toreador“ aus der weltbekannten Oper Carmen von Georges Bizet den Kirchenraum. Die Studierenden spielten die Arie in einer Version von Walter Barnes für ein Blechbläserquintett. Trompeten, eine Posaune, eine Tuba und ein Horn kamen im Quintett zum Einsatz. Einen imposanten Solo-Auftritt in h-moll bestritt die Organistin Dariya Yastrezhembskaya mit „Fantasia und Imitatio“ von Johann Sebastian Bach. Die gelungene Mischung aus Musikstücken für Bläser, Orgel, Pauke und Trommel begeisterte die zahlreich erschienenen Besucher des Eröffnungskonzertes und stellte einen schönen musikalischen Abschluss des Eröffnungstages dar.

Ausblick auf Montag

Musikalisch geht es bei der Warnemünder Woche auch morgen weiter. Auf der Bühne im Kurhausgarten tritt von 17 bis 20 Uhr die Neubrandenburger Oldieband „Last Time“ auf und sorgt mit Songs der Bands CCR, The Lords, The Rolling Stones, The Beatles und Smokie für Stimmung. Mit Gitarren, Schlagzeug, Mundharmonika und Gesang rocken die Bandmitglieder Markus Riedel, Frank Freisleben, Rainer Martin und Ralf Mitzlaff die Bühne mit Songklassikern aus vergangenen Zeiten.

 

Alle Segel-Ergebnisse finden Sie unter:
www.manage2sail.com/warnemuender-woche/event/WarnemuenderWoche2021

Das Segelprogramm:
www.warnemuender-woche.com/segeln/klassenplanung-schedule

Das Landprogramm:
www.warnemuender-woche.com/programm-sommerfest

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