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Stadtgeschichten

Die Stadt und ihre Geschichte

Hoch aufragende, gotische Kirchen, gebaut aus dem für den Norden so typischen Backstein und stilvolle Kaufmannshäuser, die vom Reichtum und Selbstbewusstsein der einstigen Bürgerschaft erzählen – Es sind Schmuckstücke einer glanzvollen Stadtgeschichte. Genauso wie die beeindruckenden Speicher, die imposanten Stadttore und die älteste Universität des Ostseeraumes.

Aber Rostock ist nicht nur ein Ort, der seine Traditionen bewahrt. Es ist eine lebendige Stadt, die Altes und Neues miteinander verbindet. Hier kannst du beim Bummeln durch Gassen und über Märkte in ihre spannende Historie eintauchen und auf dem Weg ins Heute über das einst so kunstvoll Geschaffene staunen. Geschichte ist hier an jeder Ecke sichtbar und spürbar. Bis ins Hier und Jetzt reichen die Wurzeln der Hansezeit. Historische Architektur verschmilzt mit Stadthafen und angesagten Vierteln.

All das verleiht Rostock ein unverfälscht nordisches Flair – natürlich immer mit einer Prise Meersalz in der Luft.

Von der slawischen Siedlung zur reichen Hansestadt

Essen und Trinken machen Körper und Seele glücklich und eine Stadt reich. Bier und Fisch – das waren die Schätze, die der slawischen Siedlung an der Warnow den Aufstieg zu einer bedeutenden Handelsstadt ermöglichten. Ihr Name Rastokŭ hieß übersetzt >>Auseinanderfließen eines Stromes<<. Denn dort, wo sie einst entstand, verbreitert sich die Warnow auf 400 Meter.

Der Alte Markt am linken Flussufer wurde Zentrum von Kaufleuten und Handwerksbetrieben. 1218 verlieh der Mecklenburger Fürst Heinrich Borwin I. dem Dorf die Stadtrechte. Die Kassen füllten sich und der junge Ort wuchs. Neben der Altstadt kam schnell eine Mittel- und eine Neustadt hinzu, die sich 1265 vereinigten. Um ihren Reichtum zu schützen, umbaute die Bürgerschaft die Siedlung mit einer sieben Meter hohen und drei Kilometer langen Mauer. 22 Tore ermöglichten den Zugang zu ihr. Heute existieren noch vier. Alles war auf den Handel ausgerichtet.

Es wurden Speicher, Hafenanlagen und Märkte errichtet und die Kaufleute bauten sich prächtige Giebelhäuser. Die Rostocker Heide, die die Stadt 1252 vom stets klammen Landesfürsten Heinrich Borwin III. erwarb, versorgte sie mit Holz für den Kirchen- und Schiffbau.

Rostock war ein wichtiger Partner im bedeutendsten Handelsbündnis seiner Zeit, der Hanse. Es durfte sogar eigene Münzen prägen. Das Rathaus, die Kirchen und die Stadthäuser sind bis heute Zeichen des einstigen Aufschwungs und einer finanzkräftigen Bürgerschaft. Rostock war so wohlhabend, dass es 1323 einen ganzen Ort erwarb: Warnemünde – ein kleines Fischerdorf direkt an der Hafeneinfahrt.

Rostock – Eine Stadt der Wissenschaft

Gibt es etwas Schöneres, als mit den Füßen im Sand für die Uni zu lernen? Studieren und forschen am Meer: Von dieser reizvollen Kombi sind heute knapp 14.000 Studierende überzeugt. Mit päpstlichem Segen im Jahre 1419 gegründet, ist die Rostocker Alma Marter die älteste Hochschule im Ostseeraum. "Traditio et Innovatio" (Tradition und Innovation) sind ein passendes Motto. Die Weitergabe von Wissen und das Erforschen neuer Ideen und Technologien sorgen bis heute für Ansehen.

Viele Persönlichkeiten haben in Rostock gelebt und studiert: der Astronom Tycho Brahe, die Schriftsteller Fritz Reuter und Erich Kästner sowie der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck. Sogar Nobelpreisträger waren in Rostock tätig. Und Albert Einstein verdankt der Universität seine einzige deutsche Ehrendoktorwürde.

Wenn Tradition und Moderne miteinander verschmelze

Rostock ist eine Stadt, die sich stets neu erfinden musste. Mit den gotischen Backsteinbauten wie den Kirchen oder den prächtigen Giebelhäusern schrieb sie Kulturgeschichte. Ein großer Brand vernichtete 1677 allerdings ein Drittel der Häuser. Die neuen Bauten folgten dem Zeitgeschmack der Renaissance und des Barock. Das Rathaus mit seinen sieben Türmen, die Alte Münze, die Universität oder das herzogliche Palais stammen aus dieser Zeit.

Auch in späteren Epochen hat sich die Stadt immer wieder verändert. Durch den Seehafen mit seiner Werft und die Flugzeugindustrie, die sich hier nach dem 1. Weltkrieg ansiedelte, wurde Rostock in der Neuzeit weithin bekannt – im 2. Weltkrieg aber auch zu einem Ziel für Bombenangriffe. 1942 zerstörten sie 60 Prozent der Altstadt. In den 1950er Jahren wieder aufgebaut, entstand beispielsweise mit der Langen Straße eine Prachtallee mit Kauf- und Hochhäusern ganz nach dem sozialistischen Vorbild. Mit ihren Türmchen und Schmuckgiebeln knüpften die Architekten an die glorreiche Zeit der Backsteingotik an.

Und heute? – Verschmelzen Tradition und Moderne nach wie vor miteinander. In Altehrwürdiges wie das St. Katharinenstift von 1223 ist nach behutsamer Restaurierung 1994 die Hochschule für Musik und Theater eingezogen. Historische Viertel bestehen einträglich neben neuzeitlichen Quartieren. Backsteinerne Speicher, die Bars, Restaurants und Konzertbühnen beherbergen, stehen modernen Bürokomplexen mit futuristisch geschwungenen Glasfassaden gegenüber. Rostock ist ein baugeschichtliches Mosaik, dessen hanseatische Schönheit in eben diesem Kontrast lebendig wird.

Eine Stadt und ihre Legenden

„Min Herzing“ – in Rostock gehört dieser Ausspruch zur stadteigenen Identität. Mehr als 52 Jahre hat die Marktfrau Hedwig Anke sie auf dem Warnemünder Kirchplatz Fisch verkauft. Alle, die an ihrem Stand vorübergingen, sprach die resolute Verkäuferin frech, aber immer charmant mit dem Kosenamen „Min Herzing“ an. Ihre direkte und unverblümte Art hat sie zu einer Symbolfigur für die ganze Stadt gemacht.

Aber Rostock hat noch viel mehr Legendäres zu bieten. So gibt es am Glatten Aal, einem Platz in der Innenstadt, einen bronzenen Mann mit einer goldenen Nase. Er gehört zu einer Sonnenuhr, die dem berühmten Mathematiker Tycho Brahe gewidmet ist. Der einstige Rostocker Student hatte in einem missglückten Duell einen Teil eben jener eingebüßt. Ein findiger Mediziner ersetzte sie ihm durch eine metallene Prothese. So wurde der fortschrittliche Mathematiker als Mann mit der goldenen Nase zu einer Rostocker Legende.

„Vorsicht, Schlange!“ hört man ein Stück weiter am Rathaus Vorüberschlendernde des Öfteren sagen. Denn zwischen zwei Rathaussäulen ringelt sich ein bronzenes Exemplar. Wer es dorthin gesetzt hat, ist nicht bekannt. Aktuell wohnt Schlange Nr. 5 am Rathaus und trägt den Namen Johannes – nach dem Stadtgeburtstag, der an Johanni, dem 24. Juni begangen wird. Ihren Kopf zu streicheln, soll Glück bringen.

Ein Streifzug durch die Stadtgeschichte