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Eine Stadtführung mit Geschmack: Mit Eat The World kulinarisch in der Rostocker Altstadt unterwegs

Beitrag von Johanna Reinsch
Veröffentlicht am

Eine Stadtführung mit Geschmack

Mit Eat The World kulinarisch in der Rostocker Altstadt unterwegs

In knapp 60 Städten kann man mit Eat The World die kulinarischen Highlights der regionalen Küche erleben – So auch in Rostock. Gleich drei Touren werden hier angeboten – im Seebad Warnemünde ist man abseits der touristischen Routen auf „leckerem Fischfang“, im Szeneviertel der Kröpeliner-Tor-Vorstadt, kurz liebevoll KTV genannt, geht es in den Küchen international zu und auf der kulinarischen Stadtführung, die wir begleitet haben, schmeckt es traditionell mecklenburgisch. In jedem Fall wird es aber köstlich.

Eine Kostprobe gefällig?

Das Konzept hinter Eat The World verspricht eine besondere Art von Reise: Während man gemütlich in einer Gruppe mit Guide durch die Stadt schlendert, hier und da das eine oder andere über die Historie eben dieser erfährt, legt man kleine, ausgewählte Stopps bei inhabergeführten, gemütlichen Lokalitäten ein. Sechs Kostproben stehen auf dem Plan – und alle sind ausgewöhnlich und delikat. Das sei an dieser Stelle bereits verraten.

Startpunkt ist die Lange Straße Ecke Schnickmannstraße. Unser Guide, nennen wir sie Rosi, ist mit ihrem auffälligen Eat-The-World-Schild nicht zu übersehen. Ich bin als erstes vor Ort, doch schnell trudeln auch die anderen Teilnehmenden ein. Ein älteres Ehepaar aus Köln, vier Arbeitskolleginnen aus Rostock und halt ich, ebenso in der Stadt beheimatet. Unsere Reiseführerin für den Nachmittag finanziert sich mit dem Job, der für alle Beteiligten Gaumenfreuden parat hält, ihr Medizinstudium.

Wir starten direkt in der Langen Straße mit einem kurzen Diskurs in die städtische Geschichte. Unser Guide zeigt alte Ansichten herum, die uns in vergangene Zeiten bringen. In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) sollte die Lange Straße als prunkvolle Magistrale entwickelt werden, heute ist sie im Stadtgeschehen eher ein Nebenschauplatz. Doch hier liegt unser erster Stopp auf unserer kulinarischen Entdeckungsreise: Peenewild. Ich bin seit vielen Jahren eingefleischte Vegetarierin, meine Skepsis hatte also Berechtigung. Habe ich das Kreuz bei meiner Anmeldung falsch gesetzt? Doch neben deftiger Wildleberwurst, kam auch würzige Steinpilzbutter auf den Tisch. Kurz um: Ein Hochgenuss. Unser zweiter Stopp befindet sich an einem der altehrwürdigsten und geschichtsträchtigsten Orte Rostocks, dem Kloster zum Heiligen Kreuz. Im ehemaligen Zisterzienserkloster und heutigem kulturhistorischem Museum ist ein Café beheimatet. Das Wetter war so prachtvoll wie einst die Lange Straße, daher haben wir uns draußen im Hof an einen Tisch gesetzt. Hier wurden uns zweierlei Flammkuchen, einmal mit Speck und einmal mit Gemüse, serviert. Auf dem Weg zu unserem dritten Stopp, passieren wir die Kröpeliner Straße mit dem Universitätsplatz und dem Brunnen der Lebensfreude, oder wie die Einheimischen ihn nennen - den „Pornobrunnen“. Am Hopfenmarkt verschlägt es uns in die DDR zurück. In der Eiswerkstatt Rostock wird uns Softeis in unterschiedlichster Couleur, von Schokolade über Erdbeere bis Limette, kredenzt, und das natürlich in der traditionellen Muschelwaffel.

Habt ihr schon mal von Tycho Brahe gehört, fragt uns Rosi. Und ich gebe die Frage doch direkt mal hier an die Leserschaft weiter. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine bedeutende Persönlichkeit: Der dänische Adlige und herausragende Astronom gilt als Wegbereiter der Keplerschen Gesetze der Planetenbewegung. Einst war er Student an der Rostocker Universität, heute findet sich sein Bronzeantlitz im Herzen der Stadt. Und dabei ist besonders auffällig, dass das Riechorgan des Wissenschaftlers ganz golden glänzt. Angeblich bringt es Glück, die Nase von Brahe zu berühren. Zu Lebzeiten hat er eben diese bei einem Duell verloren, erhielt aber eine Prothese mit einer Gold-Silber-Legierung. Doch kommen wir zurück zu unserer kulinarischen Stadtführung.

Der vierte Stopp führt uns in die rustikale Stube des Ritters Runkel, der ein Schälchen vollmundige und wohlig-warme Brokkoli-Creme-Suppe spendiert. Wie sagt man so schön? Zum reinlegen.

So langsam füllt sich der Magen, doch was ist ein sechs Gänge-Menü ohne Dessert? Und das kommt gleich auf zwei leckeren Wegen daher. Lakritz & So macht seinem Namen alle Ehre: Klassisch, exotisch, original, umhüllt, gezuckert, würzig, weich oder hart – Hier gibt es das Wurzelextrakt aus Süßholz in allen Formen und Farben. Doch zugegeben, Lakritz ist nichts für jedermann oder jedefrau. Doch mit Kuchen konnte noch jeder verführt werden, oder? Vorbei am imposanten Rathaus geht es zum sechsten und letzten Stopp auf dieser leckeren Reise durch die Hansestadt: Das Törtcheneck Schwesterherz erwartet uns mit handgefertigten Cupcakes mit Toppings aus Kokos, Beeren, Zitrone oder Schokoladen. Ein gelungenes Ende für eine abwechslungsreiche Genusstour, bei der die Geschmacksknospen von herzhaft bis süß verwöhnt wurden.

Fairerweise sei an dieser Stelle aber auch ein Manko erwähnt: Sechs Stopps in drei Stunden ist sportlich, zu sportlich für mein Empfinden. Auf den Pfaden zwischen den Lokalitäten war wenig Schlenderei, dafür umso mehr „Hackengas“ angesagt. Wer also den Anspruch hat, tief in die Historie der Stadt einzusteigen, sei hiermit vorgewarnt – Dafür eignet sich eine Art der Führung, zum Beispiel eine klassische statt eine kulinarische, wohl besser. Dennoch ist Eat The World nicht nur für genussfreudige Urlauberinnen und Urlauber empfohlen, auch Einheimische kommen durchaus auf ihre Kosten, entdecken versteckte Ecken und unbekannte Winkel – aber auf jeden Fall schmaust man vorzüglich.

Kontakt:

Eat The World
Infos und Tickets: www.eat-the-world.de/stadtfuehrung/rostock

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