Kurbehandlungen: Ein Überblick


Unter dem Stichwort Kur wird eine ganze Bandbreite von Therapieverfahren unterschieden, die je nach Krankheitszustand entweder zur Vorsorge, Rehabilitation bzw. Linderung bei chronischen Erkrankungen eingesetzt werden. Sie darf jedoch nicht als Alternative zur Behandlung akuter Krankheiten im Krankenhaus gesehen werden. Kuren werden ergänzend eingesetzt, wenn Krankheitszustände länger andauern. Sie sollen etwa Selbstheilungskräfte stärken oder den Patienten bei der Krankheitsbewältigung helfen.

Bei einigen Krankheitsbildern ist eine unspezifische Kur nicht geeignet, hier musst die Behandlung durch Fachkliniken erfolgen. Hierunter zählen: Akut entzündlichen Krankheitsstadien, infektiösbakterielle Darmerkrankungen, entgleisten (dekompensierten) Herzerkrankungen, blutende Schleimhautgeschwüre und zerebrale Anfallsleiden (Krampfleiden).

Durch die Betonung der Eigenverantwortung der Patienten werden auch Vorsorgekuren oder der Kururlaub zunehmend wichtiger. Hierbei soll eine Kur durch ihre Maßnahmen präventiv wirken, durch das Aufzeigen gesünderer Lebensweisen und die Akzentuierung von bestehenden Gesundheitsrisiken.

Wer auf eine Kur gehen will, hat, selbst wenn er dafür in Deutschland bleiben möchte, die Qual der Wahl. In Deutschland gibt es etwa 6000 Kurorte, wovon um die 50 mit dem Prädikat „Heilklima-Kurort“ versehen wurden sind. In den Kurorten werden die verschiedensten Kurarten angeboten. Je nach Kurart ist auch die Bezuschussung durch die Krankenkasse unterschiedlich geregelt. Eine „Badekur“ wird von einem Großteil der Kassen nur sehr gering oder meist gar nicht bezuschusst, da sie eher einen Urlaubscharakter hat. Andere Kuren, wie die Mutter-Kind-Kur, die der Wiederherstellung der Arbeitskraft dienen, werden durch die gesetzliche Rentenversicherung als Hauptkostenträger bezuschusst. Für Rentner oder Arbeitslose zahlen in den meisten Fällen die Krankenkassen, bzw. andere zuständige Rehabilitationsträger.

Die optimale Dauer einer Kur liegt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen bei vier Wochen. Mindestens drei Wochen sollte man sich auf jeden Fall für eine Kur Zeit nehmen, um einen möglichst langanhaltenden Erfolg zu sichern. Es gibt jedoch auch Erkrankungen, bei denen die Krankenkassen einen längeren oder auch kürzeren Kurzeitraum bestimmen. Zudem sind in Einzelfällen auch Verlängerungen möglich.

 

(Quelle: http://www.krankenkassenratgeber.de)



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