Geschichte Warnemündes
Das Ostseebad Warnemünde ist ein Ortsteil der Hansestadt Rostock im Norden der Stadt. Die Warnow mündet hier in die Ostsee und gab dem Ort seinen Namen.
Mit einem 150 Meter breiten Sandstrand verfügt Warnemünde über den breitesten Sandstrand der deutschen Ostseeküste. Jeden Sommer finden in Warnemünde die Warnemünder Woche und die Hanse Sail statt. Beide Ereignisse ziehen jeweils etwa eine Million Touristen nach Warnemünde.
Die Geschichte „Vernemündes“ reicht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Die einst von Dänen gegründete Siedlung diente den Königen der „Dänen und Slawen“ als Residenz und wurde später zur Befestigungsanlage ausgebaut.
Die „Danske Borg“ (ursprünglich 1312) wurde am so genannten Alten Tief (schiffbare Zufahrt bis 1480) errichtet. Anfang des 14. Jahrhunderts begann die Zurückdrängung der Dänen durch die Mecklenburgischen Fürsten.
1323 erwarb die Hansestadt das Fischerdorf und konnte sich somit den wichtigen Seezugang für die aufstrebende Handelsschifffahrt sichern.
Für Warnemünde selbst und dessen Einwohner war diese Angliederung allerdings kaum von Vorteil. Rostocks Stadtobere billigten dem Vorort wenig Rechte zu und verweigerten den Warnemündern sogar ihre wichtigste Einnahmequelle – den Fischverkauf. Dennoch ist die Siedlung an der Warnowmündung seitdem untrennbar mit der Geschichte Rostocks verbunden.
Die Entwicklung zum Erholungsort vollzog sich mit der aufkommenden Bademode in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Bereits 1888 gründete sich eine „Badeverwaltung“, die schon damals eine Art Kurtaxe von den Gästen verlangte.
Später wurde Warnemünde die „große Badewanne der Rostocker“ und Ziel unzähliger Urlauber aus dem Inland. Heute ist Warnemünde einer der beliebtesten Badeorte an der Ostsee. Doch Warnemünde ist mehr als nur Teepott und feinsandiger Strand.
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