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Geschichte der Hansestadt


Zweiter Weltkrieg

Der durch Rekrutierungen verursachte Personalmangel in den Rüstungsbetrieben wurde durch Dienstverpflichtungen der einheimischen Bevölkerung und durch ausländische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene kompensiert, von denen im Oktober 1943 etwa 14.500 unter katastrophalen Bedingungen in 19 Lagern lebten. Noch schlimmer waren die Verhältnisse für rund 2.000 Häftlinge aus dem Konzentrationslager Ravensbrück, die in den Heinkel-Werken zum Einsatz kamen.

Als Zentrum der Rüstungsindustrie des Dritten Reichs wurde Rostock schon 1940 Ziel von Luftangriffen der Royal Air Force. Besonders schwere Flächenbombardements mit Brandbomben im Rahmen der Area bombing directive trafen die Stadt in den Nächten vom 23. auf den 24. und vom 26. auf den 27. April 1942, bei denen gleichermaßen die Rüstungsbetriebe und die Innenstadt das Ziel waren. Neben den Heinkel- und Arado-Werken sowie einer U-Boot-Werft wurden unter anderem das Amtsgericht, die Jakobikirche, das Kuhtor, das Landratsamt, die Nikolaikirche, das Oberlandesgericht, die Petrikirche, das Petritor, das Post- und Telegrafenamt, das Stadttheater und das Steintor, darüber hinaus zwei Kliniken, acht Schulen sowie die Straßen und Versorgungssysteme schwer getroffen.

Allein bei den vier Angriffen im April 1942 kamen 221 Menschen ums Leben, 30.000–40.000 wurden obdachlos. Zu diesem Zeitpunkt war Rostock die am schwersten zerstörte Stadt Deutschlands. Besonders betroffen war die historische Innenstadt. Am Ende des Krieges waren hier von den 10.535 Wohnhäusern 2.611 vollständig zerstört, weitere 6.735 beschädigt. Das waren 47,7 % der Wohnungen und 42,2 % der wirtschaftlich genutzten Gebäude.

Gegen Regime- und Kriegsgegner wurde mit äußerster Härte vorgegangen: Allein 1942 endeten von 78 Sondergerichtsverfahren 19 mit der Todesstrafe. Ebenso verfiel der Todesstrafe, wer sich nach herrenlosen Gegenständen bückte, also "plünderte". Von den bei Kriegsbeginn noch 70 in Rostock lebenden Juden, die jetzt keine Möglichkeit mehr hatten, Deutschland zu verlassen, überlebten nur 14. Die meisten waren 1942 und 1943 in die Konzentrationslager Auschwitz und Theresienstadt deportiert und dort ermordet worden.

Im Frühjahr 1945 wurde Rostock von fliehenden Wehrmachtsangehörigen und westwärts ziehenden Flüchtlingstrecks überflutet und am 1. Mai 1945 durch die Rote Armee nahezu kampflos besetzt. Zuvor flohen auch viele Rostocker, etliche NSDAP-Funktionäre begingen Selbstmord, darunter Oberbürgermeister Volgmann, sein Stellvertreter Dr.Grabow, NS-Kreisleiter Dettmann und der Polizeichef Dr. Sommer.

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Geschichte_Rostock aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels verfügbar.

 

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