Geschichte der Hansestadt
Industrialisierung
Der Seehandel Rostocks wuchs im 19. Jahrhundert stetig an und blieb die wirtschaftliche Triebfeder der Stadt. Mitte des 19. Jahrhunderts verfügte Rostock über die größte Handelsflotte im Ostseeraum, deren Schiffe zumeist in heimischen Werften gebaut wurden. Das Ausfuhrvolumen des Getreidehandels erreichte 1845 erstmals 50.000 Tonnen.
Die dennoch leeren Stadtkassen entschieden über den Abriss zahlreicher alter Gebäudekomplexe: So gab der Rat in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts unter anderem die mächtige fünfschiffige Kirche des Heiligen-Geist-Hospitals und das ehemalige Dominikanerkloster St. Johannis zum Abriss frei. Seit 1830 begann Rostock erstmals über das Gebiet der mittelalterlichen Stadtmauergrenzen hinauszuwachsen, deshalb wurden auch große Teile der Stadtbefestigung abgetragen. Die Wälle und Gräben aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurden eingeebnet und zur Wallstraße. Fast alle Straßen wurden gepflastert und mit Bürgersteigen versehen, außerhalb der Stadt Chausseen als Überlandstraßen ausgebaut.
Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz erhielt Rostock 1850 mit der Verbindung nach Bützow-Kleinen, 1859 war dann über Güstrow und Neubrandenburg die Verbindung an die Strecke Stralsund-Neubrandenburg-Berlin hergestellt und seit 1870 führte eine Strecke von Hamburg nach Stettin. Die positiven Impulse wurden jedoch deutlich von den Einbußen überlagert, die der Rostocker Hafen durch die Schiene zu verzeichnen hatte.
Der Zunftzwang hemmte bis 1869 die Effektivität der Wirtschaft erheblich. Vor allem die Tabak- und Zigarrenhäuser der Stadt entwickelten im Manufaktur- oder Verlagssystem Ansätze industrieller Produktion, erfolgreich waren darüber hinaus besonders die Brennereien wie Krahnstöver, Lorenz oder Lehment. Erst die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts brachte der Stadt mit der Gewerbefreiheit und der umfassenden Industrialisierung einen neuen Reichtum. 1852 wurde auf der Schiffswerft und Maschinenfabrik von Wilhelm Zeltz und Albrecht Tischbein der erste deutsche Schraubendampfer fertiggestellt und 1891 wurde die Neptun-Werft als der erste industrielle Großbetrieb Mecklenburgs gegründet. Andere wachsende Wirtschaftszweige waren die chemische Industrie, vor allem Fabriken des Friedrich Witte, der Landmaschinenbau sowie das Bauwesen und Dienstleistungsunternehmen.
Warnemünde entwickelte sich in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts zu einem der bedeutendsten Seekurorte in Deutschland. 1834 wurden dort die ersten Bäder errichtet, die für Damen und Herren noch getrennt waren. Dieser Bäderstandort entwickelte sich vor allem durch die günstigen Verkehrsverbindungen mit dem Zug nach Berlin und der Fähre nach Gedser weiter.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Geschichte_Rostock aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels verfügbar.
Lesen Sie weiter: Das Kaiserreich
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19
Unsere Partner
Service
- Hotels Rostock
- Jobs & Karriere
- Wohnungen
- Energie & Tarife
- Auto & Verkehr
- Ostsee Urlaub
- Fähre Rostock
- Veranstaltungen
Ratgeber und Themen
- Bildung & Beruf
- Gesundheit und Wellness
- Leben und Stil
- Finanzen
- Auto & Verkehr
- Bauen & Wohnen
- Essen und Trinken
- Familie und Haushalt
- Freizeit
- Garten
Empfehlungen aus der Ratgeber-Redaktion:
Business Forum
Reibener Hof: Wellnesshotel in Bayern erleben
Hotels-Ferienwohnungen-Pensionen
einfach - sicher - schnell mit rostock.de


